MM: Wie hoch ist das Risiko enger Verwandter für MGUS?

  • Clay-Gilmour AI & al.
  • Leukemia
  • 10.09.2018

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Verwandte ersten Grads von Patienten mit multiplem Myelom (MM) oder schwelendem multiplen Myelom (SMM) tragen ein 2,4-fach erhöhtes Risiko für eine monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) und können von häufigeren Screenings profitieren.

Warum das wichtig ist

  • MGUS schreitet mit einer Rate von 1 % jährlich zu symptomatischem MM fort.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen dem Risiko für MGUS bei Verwandten ersten Grads von Patienten mit MM/SMM anhand klinischer und Tumormerkmale.
  • Stichprobe: 430 Patienten mit MM (n = 400) oder SMM (n = 30) und 1.179 Verwandte ersten Grades im Alter von ≥ 40 Jahren.
  • Finanzierung: National Cancer Institute; Mayo Clinic Cancer Center.  

Wesentliche Ergebnisse

  • 5,8 %, um Alter und Geschlecht bereinigte Prävalenz von MGUS bei Verwandten ersten Grads von MM-Patienten; 7,9 % bei Verwandten ersten Grads im Alter von > 50 Jahren.
  • 2,4-fach höheres Risiko für MGUS (Risikoverhältnis: 2,4; 95 %-KI: 1,9–2,9) vs. einer lokalen Kontrollpopulation.
  • Kein signifikanter Zusammenhang zwischen erhöhtem Risiko für MGUS bei Verwandten ersten Grads und folgenden Merkmalen von MM/SMM-Patienten:
    • Alter: p = 0,29
    • Geschlecht: p = 0,67
    • Spitzenwert des M-Proteins: p = 0,14
    • Isotopenkategorie: p = 0,50
    • IgH-Translokationen: p = 0,86
    • Trisomien: p = 43 und
    • Mutationen mit hohem/intermediärem Risiko: p = 0,20.

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.