Mittlerweile über 7,7 Millionen deutsche Stammzellspender


  • Susanne Kressenstein
  • Medizinische Nachrichten
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Dank intensiver Werbung in sozialen Medien und zahlreiche Typisierungsaktionen haben sich im Jahr 2017 knapp 670.000 Bundesbürger als Stammzellspender registrieren ließen, so das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD).

Damit existieren über 7,7 Millionen deutsche Spender für Patienten in Deutschland und im Ausland. 2016 hatten sich zwar mit fast 814.000 Typisierten noch mehr Menschen registrieren lassen. Grund für den Rückgang ist laut dem ZKRD zufolge auch, dass schon viele Spender gewonnen wurden.

Die Typisierung wird dem ZKRD zufolge immer wichtiger, weil Spender spätestens an ihrem 61. Geburtstag aus dem Zentralregister genommen werden. „Da die geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten Jahren diese Altersgrenze erreichen werden, verlieren wir somit zahlreiche Spender“, sagte ZKRD-Geschäftsführer Carlheinz Müller. Zuversichtlich mache die aktuelle Entwicklung: Die meisten der neu geworbenen Spender seien zwischen 18 und 20 Jahre alt.

Das ZKRD ist die größte Datenbank in Europa und eines der leistungsfähigsten Register weltweit. Von diesem Register aus kann auf die Daten von weltweit über 31.000.000 Spendern zugegriffen werden. Drei Viertel der Patienten finden innerhalb von drei Monaten einen passenden Spender.