Mitarbeiter der Organisation Ärzte ohne Grenzen in Jemen angegriffen


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat bekannt gegeben, dass sie ihre Aktivitäten im Gouvernement Ad Dhale in Süd-Jemen eingestellt hat, nachdem ihr Personalhaus am Montag Abend (1. Oktober 2018) zum Ziel eines Sprengstoffangriffs wurde. Dabei handelte es sich um den zweiten Angriff auf die Einrichtung in weniger als einer Woche.

Die MSF arbeiteten seit 2011 in Ad Dhale, wo sie medizinische Versorgung für die Menschen aus den Bezirken Ad Dhale, Qatabah, Al Azariq und Damt bereitstellten.

Auch wenn die Organisation sagte, es seien bei dem Vorfall keine Mitarbeiter zu Schaden gekommen, drückte sie Bedenken aus, dass es einen klaren Mangel an Sicherheit für das dort arbeitende Team gebe, sodass sie gezwungen sei, ihre Mitarbeiter aus der Region zurückzuziehen. 

„MSF ist eine der wenigen medizinischen Organisationen, die humanitäre Hilfe für die Gemeinschaft in Ad Dhale bieten. Diese Angriffe berauben Tausende von Jemenis der stark benötigten humanitären und medizinischen Hilfe“, sagte die Organisation in einer Stellungnahme

MSF forderte alle Kriegsparteien, bewaffnete Gruppen und Personen dazu auf, „den Schutz der humanitären und medizinischen Helfer zu respektieren und sicherzustellen“. 

Neueste Daten der Weltgesundheitsorganisation zeigen, dass es 2017 322 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen gab, die zu 242 Todesopfern und 229 Verletzungen führten.