Mit HPV zusammenhängendes Oropharynxkarzinom: Deintensivierte Radiochemotherapie macht sich in Phase II gut

  • Chera BS & al.
  • J Clin Oncol
  • 14.08.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine deintensivierte Radiochemotherapie (RCT) führte in einer Studie der Phase II zu günstigen Ergebnissen bezüglich Überlebenschancen und Lebensqualität bei einem mit HPV zusammenhängenden oropharyngealen Plattenepithelkarzinom (OPSCC).
  • Die Patienten wurden weder einer neoadjuvanten Therapie noch einem definitiven operativen Eingriff unterzogen.

Warum das wichtig ist

  • Die Krebskontrolle und das Überleben haben sich in dieser Population erheblich verbessert, was zu Interesse an einer Anpassung der Behandlung zur Verbesserung der Lebensqualität führt.
  • Das Überleben war vergleichbar mit der Gruppe mit 70 Gy plus Cisplatin in der Studie RTOG 1016.

Studiendesign

  • Multizentrische Studie an 114 Patienten mit einem HPV-positiven OPSCC, die 6 Wochen lang mit  60 Gy bestrahlt wurden und gleichzeitig Cisplatin erhielten.
  • Alle waren p16-positiv und gaben an, nur minimal bzw. vor langer Zeit geraucht zu haben.
  • PET/CT-Beurteilung zur Durchführung von Biopsien bzw. operativen Interventionen.
  • Finanzierung: University of North Carolina, University of Florida.

Wesentliche Ergebnisse

  • Überlebensergebnisse (nach 2 Jahren bzw. nach 3 Jahren):
    • Loko-regionäre Kontrolle: 95 % bzw. 94 %.
    • Fernmetastasenfreies Überleben: jeweils 91 %.
    • Progressionsfreies Überleben: 86 % bzw. 85 %.
    • Gesamtüberleben: jeweils 95 %.
  • Mittlere Punktzahl bezüglich Lebensqualität gemäß European Organisation for Research and Treatment of Cancer (vor der Behandlung bzw. nach 2 Jahren):
    • Allgemein: 79 bzw. 84 (je tiefer, desto schlechter).
    • Schlucken: 8 bzw. 9 (je höher, desto schlechter).
    • Mundtrockenheit: 14 bzw. 45 (je höher, desto schlechter).
  • Punktzahl zu den von Patienten berichteten Ergebnissen gemäß Common Terminology Criteria for Adverse Events (vor der Behandlung bzw. nach 2 Jahren; Skala 0–4; je höher, desto schlechter):
    • Schlucken: 0,5 bzw. 0,7.
    • Mundtrockenheit: 0,4 bzw. 1,3.

Einschränkungen

  • Nicht randomisiert.