Ministerium will Geburtshilfe stärken

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Berlin (pag) – Ein neues Eckpunktepapier hat das Bundesgesundheitsministerium vorgelegt. Dieses Mal sollen damit Sofortmaßnahmen eingeleitet werden, um die Geburtshilfe zu stärken und eine flächendeckende Hebammenversorgung sicherzustellen.

Fünf Maßnahmen sind in dem Eckpunktepapier aufgelistet, das jetzt an die Öffentlichkeit gelangt. Als erstes bekundet das Ministerium seine Absicht, ein Gutachten in Auftrag zu geben, mit dem die Situation in der stationären Geburtshilfe und „die Ursachen möglicher Versorgungsengpässe“ ergründet werden sollen. Trotz zurückliegender gesetzlicher Maßnahmen könne ein Hebammenmangel nicht ausgeschlossen werden. Das Gutachten soll helfen, den gesetzgeberischen Handlungsbedarf zu bestimmen. Desweiteren sieht das Eckpunktepapier vor, Hebammen und Entbindungspfleger in das Programm zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufzunehmen, das im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz enthalten ist. Kliniken sollen damit bessere Rahmenbedingungen für die Geburtshelfer schaffen, etwa „besondere Betreuungsbedarfe“ außerhalb der üblichen Kindergarten-Öffnungszeiten abdecken.

Das Ministerium will auch die sogenannte Vertragspartnerliste des GKV-Spitzenverbands elektronisch zugänglich machen und sie zu einer Hebammensuche für werdende Mütter ausbauen. Mit Öffentlichkeitsarbeit und Informationen über Förderungsinstrumente erhofft sich die Politik zudem, „ausgestiegene“ Hebammen und Entbindungspfleger zu einer Rückkehr in ihren Beruf motivieren zu können. Ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Geburtshilfe soll zudem die Akademisierung der Hebammenausbildung sein.