Minijobber auf Abruf: Wochenarbeitszeit ist wichtig!


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Berlin (pag) – Es wird höchste Zeit: Denn seitdem die Regeln bei Minijobbern auf Abruf geändert wurden, ist schon ein halbes Jahr vergangen. In den Verträgen müssen jetzt Arbeitszeiten festgelegt werden.

Minijobber auf Abruf sind auch in Arztpraxen zu finden. Bisher war es so, dass es ausreichte, die gearbeiteten Stunden und den Stundenlohn zu dokumentieren. Das hat sich durch das neue Teilzeit- und Befristungsgesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, aber geändert. Nun sollte vor allem die wöchentliche Arbeitszeit der Minijobber auf Abruf unbedingt im Vertrag festgehalten werden. Denn ist nichts geregelt, wird per Gesetz einfach angenommen, dass eine Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche vereinbart wurde (bisher wurden zehn Stunden angenommen). Die Folge ist für den Minijobber und den Arbeitgeber gravierend, darauf weist die Minijob-Zentrale hin: Denn multipliziert mit dem Stundenlohn, ergibt sich bei einer 20-Stunden-Woche ein Monats-Gehalt, das über 450 Euro liegt. Ein Minijob-Arbeitsverhältnis ist damit wegen Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze nicht mehr gegeben.

Was das neue Gesetz außerdem verlangt: Ist keine tägliche Arbeitszeit festgelegt, muss der Minijobber mindestens drei Stunden am Tag durchgängig beschäftigt werden. Wurde eine wöchentliche Mindestarbeitszeit vereinbart, dürfen in Spitzenzeiten höchstens 25 Prozent der vereinbarten Mindestarbeitszeit zusätzlich „abgerufen“ werden. Steht in dem Vertrag eine wöchentliche Höchstarbeitszeit, muss die Praxis den Minijobber wenigstens 80 Prozent dieser Zeit arbeiten lassen.