MIBC: neoadjuvantes Pembrolizumab erweist sich in Phase-II-Studie PURE-01 als nützlich

  • Necchi A & al.
  • J Clin Oncol
  • 20.10.2018

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Nahezu 40 % der Patienten mit muskelinvasivem urothelialen Blasenkrebs (MIBC) erreichten ein Stadium pT0 mit neoadjuvant verabreichtem Pembrolizumab.
  • Eine hohe Expression des programmierten Zelltod-Liganden 1 (PD-L1) und eine Tumormutationslast (TMB) vor der Therapie erhöhten die Wahrscheinlichkeit für einen pT0-Status.

Warum das wichtig ist

  • Pembrolizumab kann eine Behandlungsoption für Patienten mit PD-L1-überexprimierendem Tumor oder hohem TMB-Score sein, die für Cisplatin nicht infrage kommen.

Studiendesign

  • Phase-II-Studie, PURE-01, (Eine offene, einarmige Phase-II-Studie zu neoadjuvantem Pembrolizumab [MK-3475] vor einer Zystektomie für Patienten mit muskelinvasivem urothelialen Blasenkrebs): 50 Patienten mit MIBC erhielten 3 Zyklen Pembrolizumab vor einer radikalen Zystektomie.
  • Finanzierung: MSD.

Wesentliche Ergebnisse

  • 1 Patient erfuhr einen Anstieg im Transaminasespiegel von Grad 3 und brach Pembrolizumab ab.
  • 54 % der Patienten wurden auf einen nichtmuskelinvasiven Tumor und 42 % der Patienten auf pT0 heruntergestuft.
  • PT0 erreichte eine höhere Anzahl von Patienten mit einem PD-L1-kombinierten positiven Score (CPS) von ≥ 10 % als Patienten mit einem CPS von
  • Ein signifikanter nichtlinearer Zusammenhang wurde beobachtet zwischen einer TMB und dem pT0 (p = 0,022), mit einem Cutoff-Wert in der TMB von ≥ 15 Mutationen/Mb.
  • Bei Patienten mit pT0 waren im Vergleich zu Patienten mit pT ≥ 2 in den Läsionen vor der Therapie 18 von 22 Genen überexprimiert.
  • In den Resttumoren wurden nach der Therapie signifikante Veränderungen in der TMB und Evidenz für adaptive Mechanismen der Immunresistenz beobachtet.
  • Die TMB nach der Therapie war im Vergleich zum TMB-Score bei Baseline signifikant niedriger (5,7 vs. 11,0 Mutationen/Mb; p = 0,002).

Einschränkungen

  • Einarmige Studie.