MHSPC: Zusätzliche RT bei niedriger Krankheitslast von Vorteil

  • Burdett S & al.
  • Eur Urol
  • 27.02.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine Strahlentherapie der Prostata (RT) zusätzlich zur Androgendeprivationstherapie (ADT) verbessert die Überlebenschancen für Männer mit metastatischem, hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC), die
  • Die RT verbessert bei beliebigen Patienten die Rate des 3-jährigen biochemisch progressionsfreien Überlebens und des versagensfreien Überlebens (FFS).

Warum das wichtig ist

  • Ein Rahmenplan für adaptive Metaanalysen (FAME) hilft bei der Einschätzung, wann Studienergebnisse erwartet werden können und bei der Identifizierung der frühesten Gelegenheit für eine zuverlässige Metaanalyse.
  • Zukünftige Forschung sollte sich auf die zeitliche Planung und optimale Dosierung einer Radiotherapie konzentrieren.

Studiendesign

  • Auf FAME-basierte Metaanalyse des Programms STOPCAP (Schnellere Beurteilung von Therapien für metastatischen, hormonsensitiven Prostatakrebs) von 3 randomisierten Studien (laufende PEACE-1-Studie [Eine prospektive, randomisierte Phase-III-Studie einer Androgendeprivationstherapie mit Docetaxel mit oder ohne lokale Radiotherapie, mit oder ohne Abirateronacetat und Prednison bei Patienten mit metastatischem, hormontherapienaivem Prostatakrebs], abgeschlossene Studien HORRAD [Eine prospektive, randomisierte Studie über die Wirkung einer Hormonbehandlung vs. einer Hormonbehandlung plus externer Radiotherapie der Prostata auf das Überleben von Patienten mit primären metastatischen (Knochen) Prostatakrebs] und STAMPEDE [Systemische Therapie des fortschreitenden oder metastasierten Prostatakarzinoms]) mit 2.126 Männern mit mHSPC.
  • Die Patienten wurden per Zufallsverfahren einer RT + ADT oder einer ADT allein zugewiesen.
  • Finanzierung: UK Medical Research Council.

Wesentliche Ergebnisse

  • Kein signifikanter Unterschied allgemein zwischen den Gruppen im Gesamtüberleben (OS; 2 Studien; HR: 0,92; p = 0,195) oder progressionsfreien Überleben (PFS; HR: 0,94; p = 0,238).
  • Eine zusätzliche RT ging mit einer signifikanten Reduktion in der biochemischen Progression einher (HR: 0,74; p = 0,94 × 10−8; absolute Verbesserung im 3-jährigen Überleben: 11 %).
  • Das FFS verbesserte sich signifikant mit einer Radiotherapie (HR: 0,76; p = 0,64 x 10-7).
  • 4 % der Männer, die eine Strahlentherapie der Prostata erhielten, litten an schwerer akuter Blasentoxizität und 1 % gab eine schwere akute Toxizität des Darms an.
  • Die Wirkung einer Radiotherapie auf die Knochenmetastasen schwankte: Männer mit

Einschränkungen

  • Die Metaanalyse berücksichtigte 1 laufende Studie.