Metastatisches nichtkleinzelliges Lungenkarzinom: Bluttransfusion mit früherem Krankheitsprogress und kürzerem Überleben verknüpft

  • Lung Cancer

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit metastatischem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), die mit einer Chemotherapie in der Erstlinie behandelt wurden und vor oder während der Therapie eine allogene Bluttransfusion (ABT) erhalten hatten, wiesen signifikant schlechtere Ergebnisse auf als Patienten ohne Transfusion.
  • Der Effekt war bei einer Adenokarzinom-Histologie noch stärker.

Warum das wichtig ist

  • Bluttransfusionen können eine Immunsuppression hervorrufen und wirken sich nachweislich negativ auf die Ergebnisse einiger Tumore aus, unter anderem bei Lungenkrebs im Frühstadium.

Studiendesign

  • 433 Patienten mit metastatischem NSCLC, die als Erstlinie eine Chemotherapie erhalten hatten, wurden entweder einer ABT vor Behandlung (n = 43), während der Behandlung (n = 87), oder gar keiner ABT (n = 303) zugewiesen.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) war ohne ABT signifikant besser als bei einer ABT vor oder während der Behandlung (7,0 vs. 5,0 bzw. 4,0 Monate; p 
  • Das mediane Gesamtüberleben (OS) war ohne ABT signifikant besser als bei einer ABT vor oder während der Behandlung (14,0 vs. 9,0 bzw. 7,0 Monate; p 
  • Bei Patienten mit Adenokarzinom war das mediane PFS und OS ohne ABT besser als mit einer ABT vor oder während der Behandlung (8,0 vs. 3,0 bzw. 3,0 Monate [p 
  • Der Erhalt einer ABT während der Behandlung war mit einem schlechteren PFS assoziiert (adjustierte Hazardrate [aHR]: 1,506; p = 0,003) und OS (aHR: 1,369; p = 0,025).

Einschränkungen

  • Retrospektive, monozentrische Studie.