Metastatisches kolorektales Karzinom: Zugabe von 5-Fluorouracil-Leucovorin verbessert Panitumumab-Erhaltungstherapie

  • Pietrantonio F & al.
  • JAMA Oncol
  • 03.07.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zugabe von 5-Fluorouracil-Leucovorin (5-FU/LV) zur Erhaltungstherapie mit Panitumumab verlängert bei Patienten mit metastasierendem kolorektalen Karzinom (CRC) mit RAS-Wildtyp nach Oxaliplatin-basierter Induktionstherapie das progressionsfreie Überleben (PFS).

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse deuten auf die optimale Erhaltungstherapie mit einem EGFR(epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor)-Inhibitor für diese Population hin.

Studiendesign

  • Randomisierte Nichtunterlegenheitsstudie der Phase II mit 229 Patienten (medianes Alter: 64 Jahre; 66,8 % männlich), die als Erstlinientherapie  8 Zyklen Panitumumab plus FOLFOX-4 erhielten, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Panitumumab ± 5-FU/LV.
  • Finanzierung: Amgen.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Zugabe von 5-FU/LV zur Erhaltungstherapie mit Panitumumab verbesserte signifikant die Rate des PFS von 10 Monaten (59,9 % vs. 49,0 %) und das mediane PFS (12,0 vs. 9,9 Monate; p laut Log-Rank-Test = 0,006; Hazardrate [HR] stratifiziert nach vorheriger adjuvanter Therapie und nach Anzahl der Krankheitszentren: 1,51; p = 0,009).
  • Es gab keinen Unterschied hinsichtlich des Gesamtüberlebens (OS) oder der Krankheitskontrollrate zwischen den beiden Gruppen.
  • In der Per-Prüfplan-Analyse (n = 164) führte die Zugabe von 5-FU/LV zu Panitumumab zu einer signifikant verbesserten 10-monatigen PFS-Rate (70,3 % vs. 59,0 %) und einem signifikant verbesserten medianen PFS (14,1 vs. 10,8 Monate; HR: 1,50; p = 0,04).
    • Es gab keinen signifikanten Unterschied im OS.
  • Der Kombinationsarm zeigte eine höhere Inzidenz von Diarrhö (24,7 % vs. 10,1 %), Stomatitis (32,9 % vs. 7,6 %), Panitumumab-bedingter toxischer Wirkungen (76,5 % vs. 41,8 %) und Neurotoxizität (37,2 % vs. 3,1 %).

Einschränkungen

  • Studie mit offenem Design.