Metastatisches, hormonsensitives Prostatakarzinom: Zugabe von Enzalutamid verzögert Progression

  • Armstrong AJ & al.
  • J Clin Oncol
  • 22.07.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zugabe von Enzalutamid zu einer Androgendeprivationstherapie (ADT) reduziert im Vergleich zur reinen ADT das Risiko für Progression oder Tod um 61 % bei Patienten mit metastatischem, hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC).
  • Enzalutamid + ADT wurde gut vertragen; Es wurden keine neuen Sicherheitssignale gemeldet.

Warum das wichtig ist

  • Enzalutamid als Zugabe kann in diesem Setting eine Alternative zu Abirateron + Prednison und Docetaxel darstellen.

Studiendesign

  • Multinationale, doppelblinde Phase-III-Studie, ARCHES.
  • 1.150 Patienten mit mHSPC wurden nach dem Zufallsprinzip im Verhältnis 1:1 dem Erhalt von Enzalutamid oder Placebo zugewiesen.
  • Primärer Endpunkt: radiologisch bestätigtes progressionsfreies Überleben (PFS).

Wesentliche Ergebnisse

  • 63,2 % der Patienten hatten eine Erkrankung mit hoher Tumorlast.
  • Zum Zeitpunkt des Daten-Cutoffs lag die mediane Nachbeobachtungsdauer bei 14,4 Monaten.
  • Enzalutamid + ADT verlängerte das radiologisch bestätigte PFS vs. Placebo + ADT (median: nicht erreicht vs. 19,0 Monate; HR: 0,39; p 
  • Enzalutamid + ADT verlängerte das PFS in allen Subgruppen (außer bei Patienten mit Metastasen ausschließlich im Weichgewebe), unabhängig von Alter, geografischer Region, Gleason-Score, Tumorlast oder Erhalt einer vorherigen Docetaxel-Therapie.
  • Enzalutamid + ADT reduzierte signifikant das Risiko für ein erstes symptomatisches Ereignis im Bewegungsapparat (HR: 0,52; p = 0,0026) sowie die Zeit bis zur Kastrationsresistenz (HR: 0,28; p 
  • Unerwünschte Ereignisse von Grad ≥ 3 und toxizitätsbedingte Abbruchraten waren in beiden Gruppen ähnlich.
  • Es wurden keine neuen Sicherheitssignale berichtet.

Einschränkungen

  • Unreife Daten zum Gesamtüberleben (OS).