Metastasierendes Magenkarzinom: Trifluridin/Tipiracil schneidet in Phase-III-Studie gut ab

  • Lancet Oncol

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine Chemotherapie mit Trifluridin/Tipiracil sorgte bei Patienten mit intensiv vorbehandeltem, metastasierendem Magenadenokarzinom (einschließlich Adenokarzinom im gastroösophagealen Übergang) für ein besseres Gesamtüberleben (OS) und progressionsfreies Überleben (PFS) als Placebo.

Warum das wichtig ist

  • Für Patienten mit metastasierendem Magenkarzinom, das trotz wiederholter Behandlung progredient ist, stehen wenige Behandlungsoptionen zur Verfügung.

Studiendesign

  • Randomisierte, doppelblinde, multinationale, placebokontrollierte Studie der Phase III.
  • 507 Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom mit Krankheitsprogression nach ≥ 2 Runden Chemotherapie erhielten eine unterstützende Therapiemaßnahme und Trifluridin/Tipiracil (n = 337) oder Placebo (n = 170).
  • Die mediane Nachbeobachtung betrug 10,7 (interquartiler Bereich: 7,4–15,4) Monate.
  • Finanzierung: Taiho Oncology und Taiho Pharmaceutical.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mediane OS betrug 5,7 Monate in der Trifluridin/Tipiracil-Gruppe vs. 3,6 Monate in der Placebogruppe (HR: 0,69; 95 %-KI: 0,56–0,85).
  • Das mediane PFS betrug 2,0 Monate in der Trifluridin/Tipiracil-Gruppe vs. 1,8 Monate in der Placebogruppe (HR: 0,57; 95 %-KI: 0,47–0,70).
  • Das objektive Ansprechen lag bei 4 % in der Behandlungsgruppe vs. bei 2 % mit Placebo (p = 0,28).
  • 44 % der Behandlungsgruppe erreichten ein Krankheitskontrolle vs. 14 % der Placebogruppe (p 
  • Unerwünschte Ereignisse (UEs) von Grad ≥ 3 lagen bei 80 % der Behandlungsgruppe vs. 58 % mit Placebo vor.
  • Schwerwiegende UEs jeder Ursache wurden bei 43 % der Behandlungsgruppe vs. 42 % mit Placebo gemeldet.
  • In jeder Gruppe kam es zu 1 behandlungsbedingten Todesfall.

Einschränkungen

  • Einige Patienten mit HER2-positiven Tumoren hatten vorher keine HER2-Inhibitortherapie erhalten.