Metastasierendes CRC: Welche zielgerichtete Zweitlinientherapie ist am besten?

  • Galvano A & al.
  • Cancers (Basel)
  • 15.08.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Metaanalyse und ein indirekter Vergleich von Zweitlinientherapien gegen ein metastasierendes kolorektales Karzinom (CRC) hilft Ärzten bei der Auswahl zwischen einer gegen vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktoren gerichteten Therapie (Anti-VEGF-Therapie) und einer gegen EGF-Rezeptoren gerichteten Therapie (Anti-EGFR-Therapie).

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse legen nahe, dass die Anti-VEGF-Therapie bei einer Progression nach der Erstlinienbehandlung eingesetzt werden sollte, während die Anti-EGFR-Therapie aufgrund ihrer besseren objektiven Ansprechrate (ORR) für sekundäre Resektionen bei Wildtyp-RAS (NRAS/KRAS) vorgesehen ist.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 8 Studien.
  • Direkte und indirekte Vergleiche zwischen Anti-EGFR- und Anti-VEGF-Therapien.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • In der Gesamtpopulation ergaben Anti-VEGF-Kombinationen ein besseres OS (HR: 0,83; 95 %-KI: 0,72–0,94) und eine bessere Krankheitskontrollrate (DCR; Risikoverhältnis [RR]: 1,27; 95 %-KI: 1,04–1,54) als die Anti-EGFR-Kombinationen.
    • Mit den Anti-EGFR-Kombinationen erhöhte sich die ORR gegenüber der Anti-VEGF-Therapie (RR: 0,54; 95 %-KI: 0,31–0,96).
  • Bei allen Populationen mit RAS-Wildtyp (NRAS/KRAS) erreichte der OS-Vorteil mit Anti-EGFR-Wirkstoffen keine Signifikanz (HR: 0,87; 95 %-KI: 0,70–1,09).
    • Anti-VEGF-Wirkstoffe ergaben im Hinblick auf die ORR einen Vorteil (RR: 0,63; 95 %-KI: 0,31–0,96).
  • Anti-VEGF-Therapien ergaben ein höheres Risiko für Asthenie als Anti-EGFR-Therapien (RR: 1,34; 95 %-KI: 1,03–1,75).

Einschränkungen

  • In den aufgenommenen Studien wurden chemotherapeutische Behandlungsschemata mit unterschiedlichem Backbone verwendet.