Metastasierender Nierenkrebs: Tivozanib als späteres Therapiemittel bezüglich progressionsfreiem Überleben besser als Sorafenib

  • Rini BI & et al.
  • Lancet Oncol.
  • 03.12.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Mit Tivozanib als Dritt- oder Viertlinientherapie, das ein günstiges Sicherheitsprofil aufwies, verbesserte sich das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patienten mit einem refraktären metastasierenden Nierenzellkarzinom (RCC) im Vergleich zu Sorafenib.
  • Der PFS-Nutzen ergab sich auch bei Patienten, die zuvor mit Checkpoint-Inhibitoren behandelt worden waren.
  • Das PFS unterschied sich bei Patienten mit schlechter Risikoeinstufung nicht signifikant.

Warum das wichtig ist

  • Niedrige Inzidenz von Toxizitäten im Zusammenhang mit der Medikamentenklasse und PFS-Vorteile sprechen für Tivozanib in dieser Situation.

Studiendesign

  • Multinationale Phase-III-Studie TIVO-3 an 350 Patienten (medianes Alter: 63 Jahre) mit refraktärem metastasierendem RCC, die per Zufallsverfahren einer Behandlung mit Tivozanib (n = 175) oder Sorafenib (n = 175) zugewiesen wurden.
  • Finanzierung: AVEO Oncology.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Verlaufskontrolle dauerte 19,0 Monate.
  • Das mediane PFS war mit Tivozanib signifikant länger (5,6 vs. 3,9 Monate; HR: 0,73; p = 0,016) als mit Sorafenib.
    • Der PFS-Nutzen zeigte sich auch in einer Untergruppe von Patienten, die zuvor Checkpoint-Inhibitoren erhalten hatten (7,3 vs. 5,1 Monate; HR: 0,55; p = 0,028).
  • Das PFS unterschied sich nicht signifikant bei Patienten mit schlechter Risikoeinstufung (HR: 1,15; 95 %-KI: 1,8–3,5).
  • Tivozanib-Gruppe im Vergleich zur Sorafenib-Gruppe:
    • Das häufigste unerwünschte Ereignis mit Schweregrad 3–4 war Hypertonie (20 % vs. 14 %).
    • Die Rate schwerwiegender behandlungsbedingter unerwünschter Ereignisse lag bei 11 Prozent bzw. 10 Prozent.
  • Es wurden keine behandlungsbedingten Todesfälle gemeldet.

Einschränkungen

  • Offenes Design.