Metabolisches Syndrom ist bei Männern mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko verbunden

  • Sin S & al.
  • J Clin Endocrinol Metab
  • 29.08.2020

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Das metabolische Syndrom (MetS) ist mit einem signifikant erhöhten Lungenkrebsrisiko bei Männern, insbesondere bei jenen mit einem BMI 2, verbunden.

Warum das wichtig ist

  • Obwohl Studien einen Zusammenhang zwischen MetS und erhöhtem Risiko für Kolorektal-, Pankreas-, Mamma-, Endometrium- und Leberzellkarzinom zeigen, fehlten bisher Daten für den Zusammenhang mit dem Lungenkarzinomrisiko.

Studiendesign

  • 9.586.753 Personen >20 Jahre aus der National Health Insurance Service-Datenbank in Südkorea.
  • MetS war definiert als ≥3 der folgenden Faktoren: verringertes High-Density-Lipoprotein-Cholesterin (HDL-C)/Medikamenteneinnahme, erhöhte Triglyceride/Medikamenteneinnahme, erhöhter Blutdruck/Medikamenteneinnahme, erhöhter Nüchtern-Plasmaglukosespiegel/Medikamenteneinnahme und erhöhter Taillenumfang (≥90 cm bei Männern; ≥85 cm bei Frauen).
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • 26,4% der Männer und 22,9% der Frauen hatten MetS.
  • Nach multivariater Analyse war MetS mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko bei Männern assoziiert:
    • aHR 1,15 (95% KI 1,12-1,18).
  • Alle 5 Komponenten des MetS waren mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko bei Männern verbunden.
  • Erniedrigtes HDL-C (aHR 1,08; 95% KI 1,04-1,12) und erhöhte Triglyceride (aHR 1,05; 1,01-1,09) waren mit einem erhöhten Risiko bei Frauen verbunden.
  • Männer mit MetS und einem BMI 2 hatten das höchste Lungenkrebsrisiko (aHR 1,35; 95% KI 1,16-1,56).

Einschränkungen

  • Homogene Kohorte.