Metaanalyse: Zusammenhang zwischen hoher Tumormutationslast und Vorteil beim progressionsfreien Überleben mit Checkpoint-Inhibitoren

  • Zhu J & al.
  • Front Pharmacol
  • 01.01.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine hohe Tumormutationslast (TMB) ist gegenüber einer niedrigen beim Einsatz von PD-1-/PD-L1--Inhibitoren (programmiertes Zelltod-Protein-1 / programmierter Zelltod-Ligand-1) statt einer Chemotherapie mit einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS), nicht aber des Gesamtüberlebens (OS) assoziiert.
  • Patienten mit einer hohen TMB weisen gegenüber jenen mit niedriger TMB einen signifikanten PFS-Vorteil mit PD-1/PD-L1-Inhibitoren auf.

Warum das wichtig ist

  • Die TMB ist möglicherweise ein bevorzugter Biomarker für die Auswahl von Patienten für PD-1/PD-L1-Inhibitoren.

Studiendesign

  • Metaanalyse von acht Studien an insgesamt 2661 Krebspatienten, die mit PD-1/PD-L1-Inhibitoren oder einer Chemotherapie behandelt wurden.
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China; Natural Science Foundation of Guangdong Province, China.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei den mit PD-1-/PD-L1-Inhibitoren behandelten Patienten ergab sich im Vergleich zu einer Chemotherapie Folgendes:
    • Hohe TMB mit signifikantem PFS-Vorteil (gepooltes HR: 0,66; 95 %-KI: 0,50–0,88; p = 0,004).
    • Niedrige TMB ohne signifikanten Unterschied im PFS (gepooltes HR: 1,38; 95 %-KI: 0,82–2,31; p = 0,229).
    • Kein signifikanter Unterschied im OS wurde zwischen Patienten mit hoher TMB (gepooltes HR: 0,73; 95 %-KI: 0,50–1,08; p = 0,114) und niedriger TMB (gepooltes HR: 1,00; 95 %-KI: 0,80–1,24; p = 0,970) beobachtet.
  • Eine hohe im Vergleich zu einer niedrigen TMB war bei den mit PD-1-/PD-L1-Inhibitoren behandelten Patienten mit einem signifikanten PFS-Vorteil assoziiert (HR: 0,47; 95 %-KI: 0,35–0,63; p = 0,000).

Einschränkungen

  • In den meisten der berücksichtigten Studien wurde nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom oder Blasenkrebs untersucht und die Befunde sind möglicherweise nicht auf andere Krebserkrankungen übertragbar.