Metaanalyse zu HER2-positivem Brustkrebs: Zugabe von Pertuzumab besser als andere HER2-Inhibitoren

  • Chen S & al.
  • BMC Cancer
  • 21.10.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patientinnen mit HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2)-positivem Brustkrebs hat Pertuzumab (P) in Kombination mit H (Trastuzumab oder Trastuzumab-Emtansin ± Chemotherapie) in einer Metaanalyse besser abgeschnitten als H allein.

Warum das wichtig ist

  • Die Befunde sprechen für den Einsatz mehrerer HER2-Inhibitoren in neoadjuvanten und metastatischen Rahmenbedingungen, die sowohl P als auch Trastuzumab einbeziehen.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 26 randomisierten kontrollierten Studien (n = 9872) nach einer Suche in PubMed, Cochrane, Science Direct, EMBASE und ClinicalTrials.gov.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Neoadjuvante Rahmenbedingungen:
    • P + H wies ein um 33 % besseres pathologisch komplettes Ansprechen (pCR) auf als H allein (OR: 1,33; p = 0,006).
    • In einer Subgruppenanalyse wies P + H bei hormonrezeptornegativen (HR-negativen) und HER2-positiven Patientinnen ein um 54 % besseres pCR auf als bei HR-positiven und HER2-positiven Patientinnen (HR: 0,46; p 
  • Metastatische Rahmenbedingungen:
    • P + H ergab ein um 25 % längeres progressionsfreies Überleben (PFS) als H allein (HR: 0,75; p 
  • Sicherheit:
    • Mit P + H ergaben sich signifikant mehr Fälle von Ausschlag, Diarrhö, Epistaxis, Schleimhautentzündung und Anämie als mit H allein.
    • Mit P + H ergab sich kein signifikanter Unterschied im Hinblick auf Myalgie (OR: 0,91; p = 0,072).
    • Keine Unterschiede zwischen den Gruppen im Hinblick auf die kardiale Toxizität (OR: 1,26; p = 0,309).

Einschränkungen

  • Einschluss von Einzelgruppenstudien und nicht randomisierten Studien.
  • Einige fehlende Daten.