Metaanalyse spricht für MMR-Screening bei kolorektalem Karzinom

  • Deng Z & et al.
  • Clin Genet
  • 21.08.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Metaanalyse weist Überlebensvorteil bei Patienten mit einem kolorektalen Karzinom im Stadium II–III und defekter DNA-Fehlpaarungsreparatur (MMR) im Gegensatz zu einer Erkrankung mit intakter MMR nach.
  • Durch eine Chemotherapie auf Fluoropyrimidin-Basis verbessern sich die Überlebenschancen bei Patienten mit intakter MMR, aber nicht bei einer Erkrankung mit defekter MMR.

Warum das wichtig ist

  • Die Befunde bestätigen den MMR-Status als prognostischen/prädiktiven Marker bei einem kolorektalen Karzinom im Stadium II–III und sprechen für ein MMR-Screening bei diesen Patienten.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 51 Studien an 28.331 Patienten mit einem kolorektalen Karzinom im Stadium II–III.
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei 16,4 Prozent der Patienten war die MMR defekt.
  • Defekte MMR war mit einem signifikant längeren Gesamtüberleben (OS) (gepooltes HR: 0,74; 95 %-KI: 0,68–0,82; p 
  • Patienten mit defekter MMR, die einer Chemotherapie unterzogen wurden, verzeichneten ein ähnliches OS (HR: 0,66; 95 %-KI: 0,41–1,07; p = 0,09).
  • Patienten mit defekter MMR, die einer Chemotherapie unterzogen wurden, wiesen ein verbessertes DFS auf (HR: 0,69; 95 %-KI: 0,49–0,97; p = 0,04); nach Ausschluss einer Studie mit Chemotherapie auf Oxaliplatin-Basis wurde der OS-Vorteil jedoch nicht mehr beobachtet (HR: 0,83; 95 %-KI: 0,60–1,15; p = 0,27).
  • Bei Patienten mit intakter MMR verbesserten sich durch eine Chemotherapie auf Fluoropyrimidin-Basis sowohl das OS (gepooltes HR: 0,55; 95 %-KI: 0,43–0,71; p 

Einschränkungen

  • Heterogenität zwischen den Studien.