Metaanalyse: Sicherheit von Immun-Checkpoint-Inhibitoren bei Krebs

  • Wang Y & al.
  • JAMA Oncol
  • 25.04.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • 66,0 % der Patienten mit Krebs, die eine Therapie mit einem Inhibitor des programmierten Zelltods 1 (PD-1) oder PD-Liganden 1 (PD-L1) erhalten, leiden an unerwünschten Ereignissen (UE) jeden Grads und 14 % an UE von Grad ≥ 3.
  • Selten treten auch immunbedingte UE auf.
  • PD-1-Inhibitoren sind mit einem höheren Risiko für UE von ≥ 3 assoziiert als PD-L1-Inhibitoren.

Warum das wichtig ist

  • Dieser umfassende Überblick zu UE kann in der klinischen Praxis von Nutzen sein.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 125 Studien mit 20.128 Krebspatienten, die mit einer PD-1/PD-L1-Inhibition als Monotherapie behandelt wurden.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 66 % der Patienten erlitten UE jeden Grads und 14 % UE von Grad ≥ 3. Die häufigsten waren:
    • Jeden Grads: Ermüdung (18,26 %); Pruritus (10,61 %).
    • Grad ≥ 3: Ermüdung (0,89 %); Anämie (0,78 %).
  • Die häufigsten immunbedingten hormonellen UE waren:
    • Jeden Grads: Hypothyreose (6,07 %); Hypothyreose (2,82 %); Hyperglykämie (1,20 %).
    • Grad ≥3: Hyperglykämie (0,24 %); Nebenniereninsuffizienz (0,18 %); Typ-1-Diabetes (0,18 %).
  • Andere häufige immunbedingte UE waren:
    • Jeden Grads: Diarrhö (9,47 %); Aspartataminotransferase erhöht (AST; 3,39 %); Vitiligo (3,26 %); Alaninaminotransferase erhöht (ALT; 3,14 %).
    • Grad ≥ 3: AST erhöht (0,75 %); ALT erhöht (0,70 %).
  • Die behandlungsbedingte Sterberate betrug 0,45 %; Pneumonitis war die häufigste Ursache.
  • PD-1-Inhibitoren waren mit einem höheren Risiko für UE von ≥ 3 assoziiert als PD-L1-Inhibitoren (OR: 1,58; 95 %-KI: 1,00–2,54).

Einschränkungen

  • Publikationsbias.