Metaanalyse: Kombinationstherapie besser für NSCLC

  • Zhou Y & al.
  • J Immunother Cancer
  • 22.12.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Erstlinienbehandlung mit Chemotherapie plus Immun-Checkpoint-Inhibitoren, die PD-1 (programmierter Zelltod 1) und PD-L1 (Ligand des programmierten Zelltods 1) hemmen, sorgte unabhängig von der PD-L1-Expression für signifikant bessere Raten des Gesamtüberlebens (OS) und der Krankheitsprogression als eine Chemotherapie allein.
  • Eine Kombinationstherapie führte zu signifikant höheren Raten behandlungsbedingter unerwünschter Ereignisse (UEs).

Warum das wichtig ist

  • Es besteht Uneinigkeit darüber, ob der Nutzen von PD-1/PD-L1-Inhibitoren die mit der Behandlung einhergehende erhöhte Toxizität überwiegt.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 6 randomisierten kontrollierten Studien mit 3.144 Patienten mit fortgeschrittenem, nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC).
  • Finanzierung: National Key R&D Program of China; National Natural Science Funds of China und andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • PD-1/PD-L1-Inhibitoren plus Chemotherapie reduzierten im Vergleich zu einer reinen Chemotherapie das Risiko für eine Krankheitsprogression signifikant (HR: 0,62; p 
  • Die objektive Ansprechrate war mit PD-1/PD-L1-Inhibitoren plus Chemotherapie vs. reiner Chemotherapie signifikant höher (gepooltes relatives Verhältnis [RR]: 1,56; p 
  • Bessere Ergebnisse wurden mit PD-1/PD-L1-Inhibitoren plus Chemotherapie unabhängig vom Grad der PD-L1-Expression erzielt.
  • Behandlungsbedingte UEs von Grad ≥ 3 traten signifikant häufiger mit PD-1/PD-L1-Inhibitoren plus Chemotherapie (gepoolte RR: 1,14; p = 0,007) auf, ebenso behandlungsbedingte schwerwiegende UEs (gepoolte RR: 1,70; p = 0,006).

Einschränkungen

  • Bias in der Patientenauswahl und keine Daten auf Patientenebene.