Metaanalyse: CDK4/6-Inhibitoren plus Hormontherapie am besten bei hormonrezeptor-positivem Brustkrebs mit Metastasen

  • The Lancet

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Laut einer Netzwerk-Metaanalyse sind CDK4/6-Inhibitoren plus Hormontherapien (HT) bei Patientinnen mit HR-positivem (Hormonrezeptor) und HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2)-negativem Brustkrebs mit Metastasen gegenüber reinen HT in Bezug auf das PFS überlegen.
  • CDK4/6-Inhibitoren mit HT sind in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) auch gegenüber einer Chemotherapie mit oder ohne zielgerichtete Therapie (mit CDK4/6-Inhibitoren oder Everolimus) überlegen.

Warum das wichtig ist

  • Hierbei handelt es sich um die erste Netzwerk-Metaanalyse ihrer Art, in der die neuesten klinischen Studien berücksichtigt werden.

Studiendesign

  • Netzwerk-Metaanalyse von 140 Studien (n = 50.029) nach einer Recherche in PubMed, Embase, Cochrane Central Register of Clinical Trials, Web of Science und internationalen onkologischen Konferenzen.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die folgenden Therapien wiesen ein besseres PFS auf als Anastrozol allein:
    • Palbociclib plus Letrozol (HR: 0,42; 95 %-Glaubwürdigkeitsintervall [CrI]: 0,25–0,70).
    • Ribociclib plus Letrozol (HR: 0,43; 95 %-CrI: 0,24–0,77).
    • Abemaciclib plus Anastrozol oder Letrozol (HR: 0,42; 95 %-CrI: 0,23–0,76).
    • Palbociclib plus Fulvestrant (HR: 0,37; 95 %-CrI: 0,23–0,59).
  • Keine Chemotherapie oder Hormontherapie war besser als Palbociclib plus Letrozol in Bezug auf das PFS.
  • Paclitaxel plus Bevacizumab war besser als Palbociclib plus Letrozol hinsichtlich des Anteils an Patientinnen mit Gesamtansprechen (OR: 8,95; 95 %-CrI: 1,03–76,92).

Einschränkungen

  • Getrennte Analysen für Erst- und Zweitlinientherapie sowie spätere Therapielinien konnten nicht durchgeführt werden.