Meningitis-Fortschritt hinkt dem bei vermeidbaren Infektionen hinterher


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Die weltweite Krankheitslast von Meningitis ist weiterhin untragbar hoch und der Fortschritt hinkt erheblich dem hinterher, der bei anderen durch Impfstoffe vermeidbaren Erkrankungen zu beobachten ist, warnt ein neuer Bericht der Meningitis-Arbeitsgruppe der „Global Burden of Disease“ 2016.

Die in Lancet Neurology veröffentlichte Analyse zeigt, dass die Meningitistodesfälle weltweit zwischen 1990 und 2016 um nur 21 % zurück gingen, während andere vermeidbare Erkrankungen wie Masern und Tetanus Rückgänge von 93,0 bzw. 90,7 % verzeichneten. Die Anzahl der Meningitisfälle stieg von 2,5 Millionen 1990 auf 2,82 Millionen 2016 an.

Trotz des großen Fortschrittes bei der Reduzierung von Erkrankungen mit Gruppe-A-Meningokokken um 99 % durch das MenAfriVac-Impfprogramm im „Meningitisgürtel“ in Schwarzafrika wurde in dieser Region die höchste Ballung von Erkrankungs- und Todesfällen aufgrund von Meningitis festgestellt.

Haemophilus influenzae Typ b war 1990 die häufigste Ursache der aufgetretenen Meningitisfälle. Diese Form ging aber um fast 50 % zurück und war 2016 die am wenigsten häufige Ursache. Meningococcus war die häufigste Ursache von Meningitismortalität 1990, während 2016 andere Meningitis-Formen die häufigsten Ursachen von Erkrankungs- und Todesfällen waren.