Melanommortalität bei Männern steigend, aber gleichbleibend oder sinkend bei Frauen


  • Dawn O'Shea
  • Medizinische Nachrichten
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Die weltweiten Mortalitätsraten aufgrund maligner Melanome (MM) sind bei Männern im Steigen, während sie bei Frauen zurückgegangen sind oder sich stabilisiert haben, besagen Daten aus 33 Ländern.

Daten der Mortalitätsdatenbank der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zwischen 1985 und 2015 zeigen, dass die MM-Mortalität in allen Ländern während des Beobachtungszeitraums bei Männern höher blieb als bei Frauen.

Alle Länder wiesen erhöhte Mortalitätsraten bei Männern auf, mit Ausnahme der Tschechischen Republik, die einen abnehmenden Trend der Mortalität verzeichnete. Bei Frauen wurde eine abnehmende oder stabile MM-Mortalität beobachtet, wobei Israel und die Tschechische Republik die größten prozentualen Abnahmen der Mortalitätsraten aufwiesen (-23,4 % bzw. -15,5 %).

Bei beiden Geschlechtern waren die durchschnittlichen altersstandardisierten Sterberaten (ASDR) über drei Jahre für 2013–2015 in Australien und Slowenien am höchsten und in Japan am niedrigsten. Die Sterberaten waren 5,72/100.000, 3,86/100.000 bzw. 0,24/100.000 bei Männern und 2,53/100.000, 2,58/100.000 bzw. 0,18/100.000 bei Frauen.

Die Studie deutete darauf hin, dass der weltweit anhaltende Geschlechterunterschied entweder an größeren Zunahmen der Mortalitätsraten bei Männern oder an abnehmenden oder sich stabilisierenden Mortalitätstrends bei Frauen liegt, die in einigen Regionen nicht denen von Männern entsprechen. 

Zukünftige Studien werden potenzielle Erklärungsfaktoren für die beobachteten Trends und den Geschlechterunterschied bezüglich der Mortalität erforschen, sagten die Autoren.