Melanom: Versagensmuster von Immun-Checkpoint-Inhibitoren sagen Nutzen von nachfolgender lokaler Therapie voraus

  • Klemen ND & al.
  • J Immunother Cancer
  • 24.07.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Die Versagensmuster (Progression von bestehenden Tumoren vs. neue Metastasen) während/nach einer Behandlung mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) dienen bei einem Melanom mit Metastasen als Prognosefaktoren für den Nutzen einer nachfolgenden lokalen Therapie in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS).

Warum das wichtig ist

  • Die Befunde können dazu beitragen, Patienten zu identifizieren, die von einer lokalen Therapie profitieren dürften.

Wesentliche Ergebnisse

  • Lokale Therapie mit dem Ziel der Krankheitsfreiheit (NED) oder einer nicht progressiven Resterkrankung (NPRD) wurde mit vergleichbaren Ergebnissen in Bezug auf das mediane PFS (15 vs. 8 Monate; p = 0,91) und das krankheitsspezifische Überleben (DSS) assoziiert (beides nicht erreicht; p = 0,12).
  • Eine Progression bei bestehenden Metastasen war mit einem besseren 3-Jahres-PFS (70 % vs. 6 %; p = 0,001) und 5-Jahres-DSS (93 % statt 31 %; p = 0,046) assoziiert als neue Metastasen.
  • Patienten mit vor der Sonne geschützten Primärtumoren wiesen ein schlechteres DSS auf als jene mit der Sonne ausgesetzten Primärtumoren (p = 0,02).

Studiendesign

  • 52 Patienten mit einem Melanom mit Metastasen, die mit Antikörpern gegen CTLA-4, PD-1 oder PD-L1 und bei Krankheitsprogression mit einer lokalen Therapie (operativer Eingriff, Ablation oder stereotaktische Körperbestrahlung) behandelt worden waren, wurden aufgenommen.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.
  • Kleine Stichprobengröße von Patienten.