Melanom: Proteomik identifiziert Responder auf Immuntherapie

  • Harel M & al.
  • Cell
  • 28.08.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine proteomische Analyse identifizierte bei Patienten mit einem Melanom, die auf eine Immuntherapie ansprechen dürften, einen angereicherten mitochondrialen Lipidstoffwechsel.

Warum das wichtig ist

  • 50 Prozent der Patienten sind Non-Responder.

Wesentliche Höhepunkte

  • Eine auf Massenspektrometrie beruhende proteomische Analyse wurde bei 116 Patienten mit einem Melanom im Stadium IV durchgeführt, die einer Immuntherapie mit tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TIL) oder PD-1-Inhibitoren (Hemmstoffe des Transmembranproteins PD-1) unterzogen wurden.
  • Die Responder wiesen eine signifikante Anreicherung von mitochondrialen Stoffwechselwegen auf, einschließlich des Trikarboxylsäurezyklus, der Fettsäurenoxidation und des Ketonkörperstoffwechsels.
  • Non-Responder wurden durch mit dem Spliceosom und dem RNA-Stoffwechsel zusammenhängende Proteine dominiert.
  • Die TIL-Kohorte beinhaltete Proteine im Zusammenhang mit dem Fettsäure- und dem Ketonkörperstoffwechsel, ACOT1/ACOT2, ACAT1 und HADHA.
    • 8 Proteine mit Minimalsignatur wurden identifiziert; bei den Respondern waren 6 höher und 2 niedriger. Die ROC-Kurve (Grenzwertoptimierungskurve) ergab eine Fläche unter der Kurve (AUC) von 0,85.
    • ACAT1, SUPV3L1 und HTATIP2 waren mit einem längeren progressionsfreien Überleben (PFS) assoziiert.
  • Die Anti-PD1-Signatur umfasste Klasse-I-Moleküle des Haupthistokompatibilitätskomplexes (MHC) (menschliches Leukozytenantigen A [HLA-A], HLA-C und B2M), das Chaperon CD74 aus der MHC-Klasse II, Antigenpeptid-Transporter (TAP1 und TAP2), TAPBP und PSME1.
    • 15 Proteine mit Minimalsignatur wurden identifiziert, wovon die meisten mit einem längeren PFS assoziiert waren.
    • Alle waren bei Respondern höher (AUC der ROC-Kurve: 0,77).
  • Mit dem CRISPR/Cas-Knockout ergab sich eine signifikante Anreicherung der Antigenpräsentation und der IFN-Signalisierung gegenüber der Kontrollgruppe, wodurch die Abtötung spezifischer T-Zellen im Melanom in vivo und in vitro vermittelt wurde.