Melanom: Duale BRAF-MEK-Inhibition mit höherem kardiovaskulärem Risiko verknüpft

  • Mincu RI & al.
  • JAMA Netw Open
  • 02.08.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • In einer Metaanalyse wird die duale BRAF-MEK-Inhibition bei Melanom-Patienten im Vergleich zu einem reinen Einsatz von BRAF-Inhibitoren mit einem übermäßigen Risiko für kardiovaskuläre unerwünschte Ereignisse (KVUE) verknüpft.

Warum das wichtig ist

  • Eine neue Metaanalyse hat Überlebensvorteile bei einer dualen BRAF-MEK-Inhibition ergeben, doch sollten Risiken und Nutzen sorgfältig abgewogen werden.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Kombination war im Vergleich mit der Monotherapie mit einem erhöhten Risiko für folgende Erkrankungen assoziiert:
    • Lungenembolie (2,2 % gegenüber 0,4 %; Risikoverhältnis [RR]: 4,36; p = 0,02).
    • Verringerte Auswurffraktion des linken Ventrikels (LVEF; 8,1 % gegenüber 2,0 %; RR: 3,72; p 
    • Arterielle Hypertonie (19,5 % gegenüber 14,0 %; RR: 1,49; p = 0,005).
  • Die Kombinationstherapie war mit einem erhöhten Risiko für folgende Erkrankungen mit hohem Schweregrad assoziiert:
    • Verringerte LVEF (2,1 % gegenüber 0,7 %; RR: 2,79; p = 0,005).
    • Arterielle Hypertonie (8,0 % gegenüber 5,1 %; RR: 1,54; p = 0,005).
  • Patienten mit einem mittleren Alter von
  • Das Risiko einer Lungenembolie war bei einer mittleren Verlaufskontrolle von > 15 Monaten höher (RR: 7,70; p = 0,02).

Studiendesign

  • Fünf randomisierte klinische Studien mit 2317 Melanom-Patienten wurden in die Metaanalyse aufgenommen.
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Die Behandlungsschemata waren in den aufgenommenen Studien unterschiedlich.