Mehrere europäische Länder melden Fälle invasiver Strep-A-Infektionen bei Kindern

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Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten und das WHO Regional Office for Europe empfehlen Wachsamkeit, da die Fallzahlen steigen.

Erkenntnis

  • Die WHO/Europe und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) weisen darauf hin, dass mehrere europäische Länder, darunter Frankreich, Irland, die Niederlande, Schweden und das Vereinigte Königreich, bei Kindern im Alter von < 10 Jahren vermehrt auftretende Fälle von invasiven Infektionen mit Streptokokken der Gruppe A (iGAS) berichtet haben.
  • Infektionen mit Gruppe-A-Streptokokken (GAS) und iGAS-Infektionen sind nur in einer begrenzten Anzahl europäischer Länder meldepflichtige Erkrankungen, die Gesamtzahl der Fälle ist daher unbekannt.
  • Die Infektionswelle ist nicht durch einen bestimmten oder einen neuen Stamm bedingt.

Warum das wichtig ist

  • Bei Kindern mit nicht-deskriptiven Symptomen (z. B. Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber/Scharlach) ist Wachsamkeit geboten.
  • Bei der Differentialdiagnose sollte iGAS einbezogen werden, insbesondere bei Kindern mit vorangegangener Virusinfektion (einschließlich Windpocken) und bei Kindern, die engen Kontakt mit Scharlach-Patienten hatten.
  • GAS werden durch Antigen-Schnelltests und/oder Bakterienkulturen diagnostiziert und mit Antibiotika und unterstützenden Therapiemaßnahmen behandelt. Fälle werden laut der WHO nach 24 Stunden als nicht mehr ansteckend betrachtet.

Wichtigste Punkte

  • iGAS äußert sich zunächst als leichte Erkrankung mit unspezifischen Symptomen (Fieber, allgemeine Müdigkeit und Appetitverlust), kann aber schnell fortschreiten.
  • Eltern/Betreuer sind darauf hinzuweisen, auf besorgniserregende Symptome zu achten und eine ärztliche Behandlung aufzusuchen, wenn sich die Gesundheit des Kindes nicht verbessert.
  • Es ist auf gute Hand- und Atemhygiene und Raumbelüftung und andere Schutzmaßnahmen hinzuweisen.
  • Die UK Security Health Agency berichtet, dass der attenuierte Influenza-Lebendimpfstoff (Nasenspray) Schutz vor iGAS bieten könnte.