Mehr als doppelt so viele Todesfälle durch Pankreaskrebs in 3 Jahrzehnten


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Weltweit haben sich die durch Pankreaskrebs verursachten Todesfälle, Inzidenzfälle und behinderungsbereinigten Lebensjahre (DALYs) von 1990 bis 2017 mehr als verdoppelt, besagt eine neue, in Lancet Gastroenterology und Hepatology veröffentlichte und bei der Konferenz der United European Gastroenterology 2019 vorgestellte Forschungsarbeit.

Die internationale Studie, die von den Global Burden of Disease (GBD) 2017 Pancreatic Cancer Collaborators zu Pankreaskrebs durchgeführt wurde, identifizierte im Jahr 2017 448.000 Inzidenzfälle von Pankreaskrebs weltweit, von denen 232.000 (51,9 %) Männer betrafen. Die altersstandardisierte Inzidenzrate 1990 betrug 5,0 pro 100.000 Personenjahre und stieg 2017 auf 5,7 pro 100.000 an.

Es gab eine 2,3-fache Zunahme der Anzahl von Todesfällen bei beiden Geschlechtern, von 196.000 im Jahr 1990 auf 441.000 im Jahr 2017. Ebenso gab es einen 2,1-fachen Anstieg der DALYs aufgrund von Pankreaskrebs, nämlich von 4,4 Millionen auf 9,1 Millionen.

2017 waren die Todesfälle durch Pankreaskrebs hauptsächlich auf Rauchen (21,1 %), hohe Nüchternglukose im Plasma (8,9 %) und einen hohen Körpermasseindex (6,2 %) zurückzuführen.

Die Autoren warnen, dass die Inzidenz von Pankreaskrebs mit zunehmender Alterung der Bevölkerung voraussichtlich weiter ansteigen wird. Sie rufen zu Präventionsstrategien auf, die sich auf modifizierbare Risikofaktoren konzentrieren, und sagen, es werden Screening-Programme zur Früherkennung und effektivere Behandlungsstrategien benötigt.