Mehr als 100.000 Ungeimpfte in Deutschlands Gesundheitswesen

  • Dr. med. Thomas Kron
  • Medizinische Nachrichten
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Von Michael von den Heuvel

Wie die „Welt“ berichtet, haben Arbeitgeber im Zuge der einrichtungsbezogenen Impfpflicht 109.854 Angestellte den Gesundheitsämtern gemeldet. Dabei handelt es sich um Personen ohne Impfschutz bzw. ohne Genesenen-Status. Das hat eine Umfrage bei Gesundheitsministerien ergeben, wobei Angaben aus fünf Bundesländern fehlen. 

Die höchste Zahl an Meldungen verzeichnen Baden-Württemberg (31.938) und Bayern (30.726). Danach folgen Niedersachsen (12.813), Sachsen-Anhalt (8.139), Rheinland-Pfalz (7.529) und Mecklenburg-Vorpommern (6.036). Ob Gesundheitsämter schon Beschäftigungsverbote ausgesprochen haben, ist nicht bekannt. 

77 Millionen Impfdosen vorrätig – Vakzinen droht der Verfall

Bundesweit sind 19,4 Millionen Menschen nicht geimpft (23,4  Prozent der Bevölkerung). Für vier Millionen Menschen im Alter von 0 bis 4 Jahren (4,8  Prozent) steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung. Doch die Impfbereitschaft lässt generell zu wünschen übrig. 

Das hat Folgen: Laut dem Bericht der „Welt“ befanden sich am 4. April 77 Millionen ungenutzte Dosen in zentralen Lagern des Bundes. Innerhalb von nur zwei Wochen sei der Vorrat um rund zehn Prozent gestiegen. Bis Ende Juni würden mindestens elf Millionen Dosen verfallen, im 3. Quartal würden weitere 57 Millionen Dosen unbrauchbar, heißt es in dem Bericht. die Zeitung. 

Dieser Artikel ist im Original erschienen auf Medscape.de.