mCRPC: Umstellung auf anderes Steroid führt laut spanischer Studie zu Ansprechen

  • Romero-Laorden N & al.
  • Br J Cancer
  • 21.08.2018

  • von Antara Ghosh
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Bei klinisch stabilen Patienten mit metastatischem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) mit begrenzter Krankheitsprogression unter Abirateronacetat (AA) plus Prednison (P) kann eine Umstellung des Steroids P auf Dexamethason (D) laut PSA-Wert und radiologischem Befund zu einem Ansprechen führen.

Warum das wichtig ist

  • AA+P bringt für die meisten Patienten mit mCRPC einen Nutzen, aber irgendwann kommt es doch zur Resistenz.
  • Ein längerer Einsatz von P kann zur Resistenz führen, die durch eine Umstellung auf ein anderes Steroid rückgängig gemacht werden könnte.

Studiendesign

  • Die Studie SWITCH (Pilotstudie der Phase II zur Umstellung von Prednison auf Dexamethason bei Patienten mit metastatischem kastrationsresistenten Prostatakarzinom [CRCPC] mit asymptomatischer biochemischer und/oder begrenzter radiologischer Krankheitsprogression nach Abirateron und Prednison) nahm 26 Patienten (medianes Alter: 72,6 Jahre) mit klinisch stabilem mCRPC auf, die nach ≥ 12 Wochen unter AA (einmal täglich 1.000 mg) plus P (zweimal täglich 5 mg) eine Progression im PSA-Spiegel und/oder eine begrenzte radiologische Progression aufwiesen.
  • Nach einer Krankheitsprogression wurden Patienten auf AA+D (einmal täglich 0,5 mg) umgestellt.
  • Finanzierung: Spanish National Cancer Research Centre.

Wesentliche Ergebnisse

  • 46,2 % der Patienten wiesen ≥ 6 bzw. ≥ 12 Monate nach der Umstellung auf AA+D einen PSA-Abfall von ≥ 30 % und 34,6 % einen PSA-Abfall von ≥ 50 % auf.
  • Die mediane Dauer bis zur biochemischen und radiologischen Progression nach der Umstellung betrug 5,3 (95 %-KI: 3,1–7,5) bzw. 11,8 (95 %-KI: 6,6–17,1) Monate.
  • Das mediane Gesamtüberleben (OS) seit Beginn der AA+D-Therapie betrug 20,9 (95 %-KI: 10,0–31,7) Monate.
  • 31 % der Patienten erlitten ≥ 1 unerwünschte Ereignisse von Grad 1–2.
  • Unerwünschte Ereignisse von Grad 3–4 wurden nicht gemeldet.
  • Die PSA-Ansprechrate (Abfall von ≥ 50 %) auf eine Anschlusstherapie mit Taxan betrug 50 %.

Einschränkungen

  • Keine Kontrollgruppe.