mCRPC: schwarze Männer weisen in klinischen Studien höhere Überlebenschancen auf

  • Halabi S & al.
  • J Clin Oncol
  • 21.12.2018

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine Metaanalyse von 9 randomisierten Studien deutet darauf hin, dass schwarze Männer im Vergleich zu weißen Männern mit metastatischem, kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) ein um 19 % niedrigeres Risiko für Mortalität aufweisen.

Warum das wichtig ist

  • Es liegen nur begrenzt Daten zu ethnischen Disparitäten bei Männern mit fortgeschrittener Krankheit vor.

Studiendesign

  • Metaanalyse von Daten auf Patientenebene aus 9 randomisierten, kontrollierten Studien (RCT; mit 8.820 Männern mit mCRPC, die mit Docetaxel + Prednison allein oder in Kombination mit anderen Therapien behandelt wurden).
  • Finanzierung: United States Army Medical Research.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung betrug 31 Monate.
  • Die Mortalitätsrate lag bei 68 % für schwarze Männer bzw. bei 62 % für weiße Männer.
  • 85 % der Patienten waren weiß und 6 % schwarz.
  • Schwarze Patienten waren jünger, hatten einen schlechteren Allgemeinzustand und höhere Testosteron- und PSA- und niedrigere Hämoglobin-Werte als weiße Patienten.
  • Das mediane Gesamtüberleben (OS) lag bei schwarzen Männern bei 21,0 Monaten und bei weißen Männern bei 21,2 Monaten.
  • Schwarze Männer wiesen ein signifikant niedrigeres Risiko für Tod auf:
    • Gesamt (gepoolte HR: 0,81; p 
    • In den Studien des National Clinical Trials Network (NCTN): gepoolte HR: 0,76 (95 %-KI: 0,66–0,88).
    • Bei mit Docetaxel + Prednison behandelten Patienten: gepoolte HR: 0,79 (95 %-KI: 0,67–0,93).
    • Patienten, die in NCTN-Studien Docetaxel + Prednison zugewiesen waren: gepoolte HR: 0,71 (95 %-KI: 0,58–0,87).

Einschränkungen

  • Die Ergebnisse sind möglicherweise nicht verallgemeinerbar.