mCRC: Tivantinib+Cetuximab versagt bei EGFR-negativen, MET-hohen Patienten

  • Rimassa L, et al.
  • Clin Colorectal Cancer
  • 04.02.2019

  • von David Reilly
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • In einer Studie mit Patienten mit metastasierendem kolorektalen Karzinom (mCRC), die einer EGFR(epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor)-Therapie gegenüber resistent waren und hohe MET-Expressionen aufwiesen, erreichte Tivantinib+Cetuximab den primären Endpunkt des Gesamtansprechens nicht.

Warum das wichtig ist

  • Es besteht nach wie vor ein signifikanter offener Bedarf für Therapieansätze, mit denen die Resistenz gegenüber gängigen Therapien überwunden werden kann.

Studiendesign

  • Phase-II-Studie zu Tivantinib+Cetuximab bei 41 Patienten mit KRAS-Wildtyp mCRC mit einer Resistenz gegenüber EGFR-Inhibitoren und MET-Überexpression.
  • Alle Patienten hatten eine stabile Krankheit oder mehr unter dem letzten Behandlungsschema mit Cetuximab oder Panitumumab erreicht und waren in den 3 Monaten vor Aufnahme in die Studie progredient.
  • Finanzierung: Daiichi Sankyo, Humanitas Clinical and Research Center.

Wesentliche Ergebnisse

  • 9,8 % objektive Ansprechrate (ein Ansprechen bei 4 von 5 Patienten war zur Erfüllung des primären Endpunktes erforderlich).
  • 2,4 % erreichten ein vollständiges Ansprechen, 7,3 % ein teilweises Ansprechen.
  • Medianes progressionsfreies Überleben (PFS): 2,6 (95 %-KI: 1,9–4,2) Monate.
  • Medianes Gesamtüberleben (OS): 9,2 (95 %-KI: 1,7–15,1) Monate.
  • Bei einer Untersuchung der MET-Amplifikation im Tumorgewebe von 13 Patienten mit KRAS- und BRAF-Wildtyp:
    • Von den 4 Respondern hatten 2 eine MET-Amplifikation, 1 keine und bei 1 lag nicht ausreichend Tumorgewebe vor.
  • Zu den häufigsten unerwünschten Ereignissen von Grad ≥ 3 zählten Neutropenie (14,6 %), Hauttoxizität (12,2 %), Ermüdung (9,8 %), Hypomagnesiämie (4,9 %) und Fieber (4,9 %).

Einschränkungen

  • Einarmige Studie.