mCRC: MSI- und dMMR-Fehldiagnosen erklären zum Teil Resistenz gegenüber Immuntherapie

  • JAMA Oncol

  • von Jim Kling
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine Reanalyse von Patienten mit metastasierendem kolorektalen Karzinom (mCRC), die keine Besserung mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICIs) erreichten, deckt auf, dass bei einigen von ihnen fälschlicherweise eine Mikrosatelliteninstabilität (MSI) diagnostiziert worden war.
  • Die MSI ist ein Marker für ein defektes Mismatch-Reparatursystem (dMMR) und außerdem ein Prädiktor für die Wirksamkeit von ICIs.

Warum das wichtig ist

  • Ärzte sollten auf MSI oder dMMR sowohl immunhistochemisch als auch mit PCR-Methoden testen, um die Wahrscheinlichkeit einer Fehldiagnose zu minimieren.

Studiendesign

  • Review einer prospektiven Kohortenstudie von 38 Patienten mit mCRC, die positiv auf MSI und/oder dMMR getestet worden waren. Die Stichproben wurden in einem Zentrallabor überprüft.
  • Finanzierung: Institut National du Cancer und die ARCAD Foundation.

Wesentliche Ergebnisse

  • 5 Teilnehmer (13 %) erwiesen sich als resistent gegenüber einer Immuntherapie.
  • Die Tests im Zentrallabor zeigten, dass 3 von 5 Patienten durch das lokale Labor fehldiagnostiziert worden waren und keine MSI oder ein dMMR aufwiesen.
  • Lokale Tests hatten einen positiven prädiktiven Wert für MSI und dMMR von 92,1 % (95 %-KI: 78,5 %–98,0 %).
  • 1 lokaler Fehler trat aufgrund einer Fehlinterpretation von immunhistochemischen Befunden auf und 2 aufgrund einer Fehlinterpretation der Pentaplex-PCR-Befunde.

Einschränkungen

  • Kleine Patientenpopulation.