mBCa: lokoregionäre Therapie des Primärtumors in französischer Studie mit besserem OS verknüpft

  • Pons-Tostivint E & al.
  • Ann Surg Oncol
  • 11.12.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine lokoregionäre Therapie (LRT) des Primärtumors mit einer Radiotherapie (RT) und/oder einem operativen Eingriff kann bei Frauen, die mit einem Brustkrebs mit Metastasen (mBCa) als Erstdiagnose vorstellig werden, im Vergleich zu keiner LRT das Gesamtüberleben (OS) um 35 % verlängern.
  • Die meisten Tumortypen mit Ausnahme von dreifach-negativem Brustkrebs (TNBC) sprechen auf diese Behandlung an.

Warum das wichtig ist

  • 3 %–8 % der Brustkrebsfälle werden mit Stadium IV (mBCa) vorstellig.
  • Eine LRT war bislang umstritten, da sie nicht auf die Metastasen abzielt.
  • Die Ergebnisse aus dieser Kohorte rechtfertigen eine randomisierte, kontrollierte Studie.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte (n = 4.276) von Frauen mit Stadium IV bei Erstdiagnose aus der französischen ESME-mBC-Datenbank.
  • 40 % der Patientinnen erhielten eine LRT (RT und/oder Mastektomie oder brusterhaltende Operation); 60 % erhielten keine LRT.
  • 83,6 % der LRT-Gruppe erhielten zudem eine Chemotherapie, gezielte Therapie oder Immuntherapie für die Metastasen (69,4 % in der Gruppe ohne LRT).
  • Finanzierung: R&D UNICANCER.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Nachbeobachtung: 45,3 Monate.
  • Eine LRT (vs. keine LRT) war laut einer multivariaten Zeitpunktanalyse mit einem 35 % längeren 1-jährigen OS (HR: 0,65; p 
  • Ein längeres 1-jähriges OS wurde mit einem HR(Hormonrezeptor)-positiven/HER2(humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2)-negativen Subtyp (p 
  • Ein längeres OS wurde von Patientinnen mit viszeralen Metastasen erreicht (p 

Einschränkungen

  • Retrospektive Beobachtungsstudie.