Massive Cholera-Impfkampagne für Flüchtlinge und Bevölkerung vor Ort

  • World Health Organization and UNICEF
  • World Health Organization
  • 17.11.2018

  • aus Priscilla Lynch
  • Studien – kurz & knapp
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Beinahe 330.000 Rohingya-Flüchtlinge sowie die ortsansässige Bevölkerung im Aufnahmeland Bangladesch werden zurzeit gegen Cholera geimpft: Diese über einen Monat gehende Kampagne findet inmitten des erhöhten Überflutungsrisikos während der laufenden Zyklonsaison in den Flüchtlingslagern Cox’s Bazar und den umgebenden Gebieten statt.

Mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der UNICEF und von Partnern wie der Impfallianz Gavi will die Kampagne Menschen erreichen, die vorhergehende Impfgelegenheiten gegen Cholera gar nicht oder nur unzureichend wahrgenommen haben.

„Trotz der Fortschritte und der Bemühungen vonseiten der Hilfsorganisationen in Hinblick auf bessere Wasserqualität und hygienische Bedingungen in den Flüchtlingslagern der Rohingya bleibt die Cholera eine Sorge. Die orale Choleraimpfung stellt die effizienteste Methode dar, solch einen großen Bevölkerungsanteil zu schützen und das Risiko eines Krankheitsausbruchs zu verringern,“ sagt Dr. Bardan Jung Rana, WHO-Vertreter in Bangladesch.

An der Massenimpfung sind mehr als 100 mobile und fest stationierte Impfteams beteiligt, mit über 700 Freiwilligen und Impfstoffzulieferern, die von 4.000 Gesundheitsfachkräften und Mitarbeitern zur Verbreitung der Kampagne unterstützt werden.

Seit November 2017 wurden in drei Impfkampagnen beinahe 2,2 Millionen Dosen des oralen Choleraimpfstoffes unter den Rohingya-Flüchtlingen und der ortsansässigen Bevölkerung in Bangladesch ausgegeben.

Die WHO überwacht derzeit ernstzunehmende Choleraepidemien in verschiedenen Ländern, darunter Nigeria, Kamerun, Jemen und Simbabwe.