Masernfälle steigen weltweit infolge von mangelnder Durchimpfung drastisch an – Bericht von WHO und CDC

  • Dabbagh A et al.
  • World Health Organization and US Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
  • 30.11.2018

  • aus Priscilla Lynch
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Laut einem neuen gemeinsam erarbeiteten Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) bedroht dieses aktuelle Wiederaufleben der Masern Jahrzehnte des Fortschritts.

Mithilfe aktualisierter Krankheitsmodelldaten liefert der Bericht Schätzungen der Maserntrends für den Zeitraum 2000 bis 2017.

Während des genannten Zeitraums stieg die Verabreichungsrate der ersten Dosis des Masernimpfstoffes von 72 auf 85 % und die Verabreichungsrate der zweiten Dosis von 15 auf 67 %. Die jährliche gemeldete Maserninzidenz ging um 83 % zurück – von 145 auf 25 Fälle pro Million Menschen – und die geschätzten jährlichen Todesfälle infolge von Masern sanken um 80 %. Die Impfung verhinderte etwa 21,1 Millionen Todesfälle.

Im Zeitraum 2016–2017 stiegen jedoch die Masernfälle weltweit um 31 % an und 20,8 Millionen Säuglinge erhielten 2017 nicht routinemäßig ihre erste Dosis.

„Das Wiederaufleben von Masern ist überaus besorgniserregend. Ausbrüche breiten sich über verschiedene Gebiete hinweg aus, insbesondere in Ländern, in denen die Masern bereits ausgerottet waren oder die nahe daran waren, dies zu erreichen“, sagte Dr. Soumya Swaminathan, stellvertretende Generaldirektorin für Programme der WHO. „Ohne sofortige Anstrengungen zur Steigerung der Durchimpfung und zur Identifizierung von Bevölkerungsgruppen mit inakzeptablen Anteilen nicht ausreichend oder gar nicht immunisierter Kinder gehen wir das Risiko ein, Jahrzehnte des Fortschritts zunichte zu machen.“