Masernfälle in EU/im EWR nehmen weiter zu

  • European Centre for Disease Prevention and Control
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  • aus Priscilla Lynch
  • Studien – kurz & knapp
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Laut einem Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) nehmen die Masernfälle in der EU/im EWR aufgrund einer unzureichenden Durchimpfungsrate weiter zu.

Dieser Bericht basiert auf den dem Europäischen Überwachungssystem (TESSy) gemeldeten Daten zu Masern und Röteln aus dem Zeitraum 1. Mai 2017 bis 30. April 2018.

Während des 12-monatigen Zeitraums meldeten 28 EU-/EWR-Länder 13.475 Masernfälle. Die meisten Fälle wurden von Italien (4.032), Griechenland (2.752), Frankreich (2.436) und Rumänien (2.127) gemeldet. Lediglich Malta meldete keinen einzigen Fall.

Wie der Bericht anfügt, kann es sich bei den dem TESSy gemeldeten Masernfällen um zu geringe Schätzungen handeln, vor allem in Rumänien.

Während des 12-monatigen Zeitraums wurden dem TESSy 21 einer Maserninfektion zugeschriebene Todesfälle gemeldet: acht in Rumänien, sechs in Italien, vier in Griechenland, zwei in Frankreich und einer in Deutschland.

Von den 12.111 gemeldeten Masernfällen mit bekanntem Impfstatus waren 83 % nicht geimpft.

Laut ECDC zeigen die neuesten verfügbaren Daten (2016), dass nur fünf EU-/EWR-Länder eine mindestens 95%ige Durchimpfungsrate für beide Dosen der Masernimpfung erreichen.

Im April 2018 meldeten 19 EU-/EWR-Länder 1.708 Masernfälle, wobei insbesondere in Italien und Deutschland die Zahl der Fälle weiter ansteigt.