Manuelle Kompression beeinträchtigt Qualität von Mammogramm in französischer RCT nicht

  • Henrot P & al.
  • JAMA Intern Med
  • 04.02.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien - kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Eine Mammographie, die mit manuellem Zusammendrücken der Brust (anstatt der standardmäßigen mechanischen Kompression mit Kompressionsplatten) erstellt wurde, erreichte die minimale Brustdicke mit höherer Kompressionskraft, ohne die Bildqualität zu gefährden, und mit weniger Schmerzen.

Warum das wichtig ist

  • Durch Mammogramme verursachte Schmerzen wurden von 25 %–46 % als Grund dafür angegeben, dass sie sich keiner weiteren Mammographie unterziehen.
  • Das eigene Zusammendrücken der Brust kann ein effektiver Weg für Frauen sein, aktiv an ihrer eigenen Brustuntersuchung mitzuwirken.

Studiendesign

  • Randomisierte, kontrollierte Nichtunterlegenheitsstudie (n = 549) zur manuellen vs. Standardkompression.
  • Das primäre Ergebnis war die Brustdicke anhand von durchschnittlich 4 Ansichten: rechts und links kraniokaudal und rechts und links mediolateral-oblique.
  • Die vordefinierte Nichtunterlegenheitsgrenze lag bei einer Differenz von 3 mm, mit einem 1-seitigen, 95%-igen Konfidenzintervall (KI).
  • Finanzierung: French Hospital Research Program.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die manuelle Kompressionsgruppe (vs. Standardkompression) wies eine mittlere Brustdicke innerhalb der Nichtunterlegenheitsgrenze auf (-0,17 mm; 95 %-KI: −∞ bis 1,89 mm; p 
  • Die manuelle Kompressionsgruppe (vs. Standardkompression) wies für die 4 Ansichten eine höhere Kompressionskraft auf (p ≤ 0,03 für alle).
  • Die manuelle Kompressionsgruppe gab auf einer visuellen Analogskala von 0–10 weniger Schmerzen an (median: 2 [interquartile Spanne: 1–5] vs. 3 [interquartiler Bereich: 1–5]; p = 0,009).
  • Keine Unterschiede fanden sich zwischen den Gruppen hinsichtlich der Bewertung der Bildqualität oder der Anzahl weiterer durchgeführter Ansichten.

Einschränkungen

  • Durch eine Mammographie bedingte Schmerzen sind möglicherweise nicht stark genug, um sie anhand einer visuellen Analogskala bewerten zu können.