Mantelzelllymphom bei Älteren: Erhaltungstherapie mit Rituximab sorgt für längeres Überleben bei R-CHOP-Respondern

  • Kluin-Nelemans HC & al.
  • J Clin Oncol
  • 05.12.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • In einer Langzeitnachbeobachtung der europäischen Studie zu Mantelzell-Lymphom (MCL) bei älteren Menschen führte eine verlängerte Erhaltungstherapie mit Rituximab bis zur Progression zu signifikanten Überlebensvorteilen und weniger Toxizität nach einer Induktion mit R-CHOP (Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison) als mit R-FC (Rituximab, Fludarabin, Cyclophosphamid).

Warum das wichtig ist

  • Viele ältere Patienten eignen sich nicht für eine hoch dosierte Therapie.

Studiendesign

  • Langfristige Nachbeobachtung zur Untersuchung der langfristigen Erhaltungstherapie mit Rituximab bei 560 älteren Patienten mit neu diagnostiziertem MCL.
  • Die Patienten wurden einer Induktionstherapie mit R-CHOP (n = 280) oder R-FC (n = 280) unterzogen.
  • 316 Responder wurden einer Erhaltungstherapie mit Rituximab (n = 87) oder Interferon alpha (IFN; n = 97) bis zur Krankheitsprogression unterzogen.
  • Medianes Alter: 70 Jahre.
  • Finanzierung: Europäische Kommission; Lymphoma Research Foundation; Roche Pharmaceuticals; Bayer Schering Pharma; Schering-Plough.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei R-CHOP-Respondern (mediane Nachbeobachtung von 8 Jahren):
    • Medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 5,4 Jahren mit Rituximab gegenüber 1,9 Jahren mit IFN als Erhaltungstherapie (p 
    • Medianes Gesamtüberleben (OS) von 9,8 Jahren mit Rituximab gegenüber 7,1 Jahren mit IFN als Erhaltungstherapie (p = 0,0026).
    • 58 Prozent unterzogen sich zwei Jahre nach Beginn weiterhin der Erhaltungstherapie mit Rituximab, 32 Prozent fünf Jahre nach Beginn.
  • Kumulative Inzidenz von Todesfällen von 22 Prozent nach fünf Jahren bei R-FC-Respondern.
  • Die Erhaltungstherapie mit Rituximab wurde nach R-CHOP besser vertragen als nach R-FC.

Einschränkungen

  • Offene Studie.