Mantelzell-Lymphom: Konsolidierung mit Radioimmuntherapie verlängert Überleben bei schwachen Patienten

  • Jurczak W & al.
  • Leuk Lymphoma
  • 09.04.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Mantelzell-Lymphom (MCL), die sich nicht für eine autologe Stammzellentransplantation (ASZT) mit hochdosierter Chemotherapie eignen/diese ablehnten, verbesserte eine Radioimmuntherapie (RIT) mit 90Y Ibritumomab-Tiuxetan (90Y) die Überlebensergebnisse deutlich.

Warum das wichtig ist

  • Die Prognose für MCL ist schlecht, mit Überlebensraten, die selten über 5 Jahre hinaus reichen.

Studiendesign

  • 8-jährige Verlaufskontrolle einer Phase-II-Studie zur Untersuchung einer Konsolidierung mit 90Y bei 46 Patienten mit MCL, die chemosensitiv gegenüber einer Erstlinien- (1L) oder Zweitlinientherapie (2L) waren, sich aber für eine ASZT mit hochdosierter Chemotherapie nicht eigneten bzw. diese ablehnten.
  • 34 Patienten erhielten eine Konsolidierung mit 90Y nach der 1L-Therapie, 12 nach der 2L-Therapie.
  • Medianes Patientenalter: 60 Jahre (Bereich: 30–78). 
  • Finanzierung: Schering AG.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei Patienten mit einer 1L-Induktionstherapie erhöhte eine 90Y-Konsolidierung die Rate des Komplettansprechens (CR) von 41 % auf 91 %.
  • Bei Patienten mit einer 2L-Induktionstherapie erhöhte die 90Y-Konsolidierung die CR-Rate von 16 % auf 75 %.
  • Die Überlebensergebnisse mit einer 1L- bzw. 2L-Induktionstherapie:
    • Medianes progressionsfreies Überleben (PFS): 3,3 Jahre bzw. 1,8 Jahre (p 
    • Medianes Gesamtüberleben (OS): 6,5 Jahre bzw. 2,2 Jahre (p 
  • Medianes PFS von 5,8 Jahren bei Patienten, die ein CR nach einer 1L-Therapie erreicht hatten, bzw. 2,8 Jahre bei denen mit partiellem Ansprechen.
  • Es wurden keine neuen Sicherheitsrisiken mit 90Y beobachtet.

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.