Mantelzell-Lymphom: hohes und dauerhaftes Ansprechen mit Radioimmuntherapie + Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison

  • Zelenetz AD, et al.
  • Clin Lymphoma Myeloma Leuk
  • 19.04.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Patienten mit bislang noch nicht behandeltem Mantelzell-Lymphom (MCL) erreichten mit Tositumomab und Jod-131 Tositumomab (TST/I-131 TST), gefolgt von CHOP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison) eine hohe Rate des Ansprechens und eine lange Ansprechdauer.

Warum das wichtig ist

  • MCL spricht bekanntlich auf eine Radiotherapie an und die Expression von CD20 ist bei MCL hoch, daher ist eine Radiotherapie mit einem gegen CD20 gerichteten Antikörper die konsequente Wahl der Behandlung.  

Studiendesign

  • Phase-II-Studie zur Untersuchung von TST/I-131 TST, gefolgt von einer Chemotherapie mit CHOP bei 25 Patienten mit bislang unbehandeltem MCL.
  • Finanzierung: GlaxoSmithKline.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Verlaufskontrolle von 76,3 Monaten.
  • 84 % unbestätigte Ansprechrate; 44 % bestätigtes Komplettansprechen (ConCR).
  • 29,8 Monate mediane Ansprechdauer (DOR) bei Respondern; 54,0 Monate mediane DOR bei Patienten mit ConCR.
  • 20,2 Monate (95 %-KI: 15,2–34,2) Monate mediane Dauer bis zum Behandlungsversagen.
  • 27,6 Monate medianes progressionsfreies Überleben (PFS).
  • 64 % der Patienten erlitten ein unerwünschtes Ereignis (UE) von Grad 3–4 vor der CHOP; 88 % ein UE von Grad 3–4 mit der kombinierten Therapie.
  • Es wurden keine neuen Sicherheitsrisiken beobachtet.

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.