Männlicher Brustkrebs: Was sagt uns die größte Kohortenstudie?

  • Sarmiento S & al.
  • Breast Cancer Res Treat
  • 10.02.2020

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Diese größte Kohortenstudie zum männlichen Brustkrebs (~16.500 männliche Patienten) ergab, dass die Mastektomie mit 90,4% die häufigste Therapieform ist und mit dem längsten Überleben verbunden ist.
  • Die Analyse zeigte außerdem, dass lediglich 54,7% der Patienten eine Hormontherapie erhielten, obwohl 91,3% Östrogenrezeptor (ER)-positiv waren.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Hormontherapie bei männlichen Brustkrebspatienten nicht ausreichend genutzt wird.
  • Die Inzidenz des männlichen Mammakarzinoms nimmt zu.

Studiendesign

  • Retrospektive, populationsbasierte, landesweite Kohorte (die US National Cancer Database) von 16.498 männlichen Brustkrebspatienten (2004-2015).
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das Durchschnittsalter betrug 63 Jahre und die gesamte Nachbeobachtungszeit 13 Jahre.
  • Die Mastektomie war die häufigste Behandlungsmethode (90,4%).
  • Das 5-Jahres Überleben nach Kaplan-Meier lag bei 77,7% (95% KI 76,9%-78,4%) und das 10-Jahres Überleben bei 60,7% (95% KI 59,4%-62,0%).
  • Nach den Cox proportionalen Hazards (bereinigt unter anderem für Alter, Komorbidität und Tumorstdium) war die Mastektomie mit dem längsten Überleben verbunden (HR 0,49; P
  • Obwohl 91,3% der Kohorte ER+ war, erhielt nur 54,7% der Kohorte eine Hormontherapie.

Einschränkungen

  • Die Hormontherapie wurde möglicherweise nicht ausreichend erfasst.
  • Kein Vergleich der Ergebnisse mit denen von Frauen in der Datenbank.
  • Retrospektives Beobachtungsdesign.