Management von Osteoporose bei postmenopausalen Frauen: Neue Leitlinien


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Die Endocrine Society hat neue Leitlinien für die klinische Praxis zum medikamentösen Management von Osteoporose bei postmenopausalen Frauen veröffentlicht. 

Zu den wichtigsten Empfehlungen zählen: 

  • Bisphosphonate werden als erste therapeutische Wahl für postmenopausale Frauen mit hohem Frakturrisiko empfohlen. 
  • Nach drei- bis fünfjähriger Anwendung von Bisphosphonaten sollte das Frakturrisiko neu beurteilt werden. 
  • Nach der Neubeurteilung sollten Frauen, die auf Bisphosphonate eingestellt sind und ein niedriges bis mittelhohes Frakturrisiko aufweisen, eine „Bisphosphonate-Auszeit“ von bis zu fünf Jahren verordnet werden. 
  • Als alternative Erstbehandlung bei Frauen mit hohem Risiko für Osteoporose-bedingte Frakturen wird Denosumab in einer Dosis von 60 mg subkutan alle sechs Monate empfohlen. 
  • Bei Anwendung von Denosumab sollte das Frakturrisiko nach fünf bis zehn Jahren erneut beurteilt werden. Frauen, deren Frakturrisiko weiterhin hoch ist, sollten entweder die Einnahme von Denosumab fortsetzen oder mit anderen Osteoporosetherapien behandelt werden. 
  • Die Gabe von Denosumab sollte nicht zeitlich verschoben oder ohne Anschlusstherapie mit einem antiresorptiven Medikament oder eine andere Therapie zur Vorbeugung eines Wiederanstiegs des Knochenstoffwechsels beendet werden. 
  • Ergänzend zu Osteoporosetherapien sollten Kalzium und Vitamin D gegeben werden. 

Die neuen Leitlinien wurden im Journal of Clinical Endocrinology und Metabolism veröffentlicht.