Mammakarzinom: hohes Vertrauen in die OP-Wahl ist mit besseren Ergebnissen aus Patientenbefragungen verknüpft

  • Pesce C & al.
  • Breast Cancer Res Treat
  • 08.10.2020

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Dass ein Patient "sehr gut informiert" und sich sicher bei der Wahl der Brustkrebsoperation ist, ist nach 15 Monaten mit besseren Ergebnissen aus Patientenbefragungen verbunden. 

Warum das wichtig ist

  • Chirurgen sollten sicherstellen, dass Patienten im Hinblick auf ihre OP-Wahl sehr sicher und gut informiert sind, unabhängig von der Art der Operation: brusterhaltende Therapie (BCT), unilaterale Mastektomie (UM) oder bilaterale Mastektomie (BM).

Studiendesign

  • Prospektive Kohortenstudie mit 203 Frauen mit nicht-erblichem Brustkrebs, die sich einer Brustkrebsoperation ihrer Wahl unterzogen.
  • Die Patienten nahmen vor der Operation und 1, 9 und 15 Monate danach an Befragungen zu folgenden Therapiebeurteilungen aus Patientensicht teil:
    • Hospital Anxiety and Depression-Skala für Angst.
    • Fear of Relapse/Recurrence-Skala (FRRS).
    • Zufriedenheit mit der Brust auf der BREAST-Q-Skala.
    • Psychosoziales Wohlbefinden (PSWB) auf der BREAST-Q-Skala.
  • Finanzierung: Auxiliary of the NorthShore University (USA).

Wesentliche Ergebnisse

  • Die BCT-, UM- und BM-Gruppen hatten vor der Operation und nach 15 Monaten ähnliche Scores für generalisierte Angst, die alle mit der Zeit abnahmen (alle P
  • Die Unterschiede zwischen den Gruppen waren geringfügig (P=0,54).
  • Die Zufriedenheit mit der Brust war vor der Operation vergleichbar zwischen den Gruppen, jedoch nach 15 Monaten signifikant geringer für BM vs. BCT (P=0,005).
  • "Sehr" sicher/gut informiert bezüglich der OP-Wahl zu sein (vs. "weniger" sicher/gut informiert) war 15 Monate später verbunden mit:
    • Geringerer Angst (P=0,008).
    • Geringerer FRRS (P
    • Besserem PSWB (P=0,026).
    • Größerer Brustzufriedenheit (P=0,005).
  • Einschränkungen

    • Beobachtungsdesign.