Maligne hämatologische Erkrankungen: Mangelernährung bedroht Überleben signifikant

  • Yilmaz M & al.
  • Support Care Cancer
  • 04.07.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein hoher Anteil stationärer Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen trägt ein Risiko für eine Mangelernährung, die mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko von 1 Jahr assoziiert ist.

Warum das wichtig ist

  • Hier handelt es sich um die erste Studie zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Mortalität und Mangelernährung in diesem Setting.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung eines Zusammenhangs zwischen Mangelernährung und Mortalität bei 120 hospitalisierten Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen. 
  • 34,2 % der Patienten hatten ein Lymphom, 34,2 % Leukämie, 31,7 % multiples Myelom.
  • Durchschnittsalter der Patienten bei Diagnose: 53,6 Jahre (Standardabweichung [SD]: 14,1 Jahre).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 81,7 % der Patienten wiesen laut Nutrition Risk Screening 2002 (NRS2002) ein Risiko für Mangelernährung auf; 25,8 % waren laut GLIM(Global Leadership Initiative on Malnutrition)-Kriterien mangelernährt.
  • Anteil der Patienten mit Mangelernährung nach Malignität:
    • Lymphom: 31,7 %.
    • Leukämie: 29,2 %.
    • Multiples Myelom: 15,7 %.
  • Die Sterberate nach 1 Jahr lag bei 41,7 %.
  • Folgende Faktoren waren unabhängig von Alter und Zeitraum seit der Diagnose mit einem höheren Mortalitätsrisiko assoziiert:
    • Mangelernährung: HR: 3,55; 95 %-KI: 1,99–6,34; p = 0,001.
    • Risiko eines Gewichtsverlusts: HR: 2,82; 95 %-KI: 1,5–5,3; p = 0,001.
  • Andere Faktoren wiesen einen signifikanten Zusammenhang mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko auf:
    • Hoher Spiegel des C-reaktiven Proteins: HR: 2,39; 95 %-KI: 1,36–4,20; p = 0,002.
    • Niedrige Handgriffstärke: HR: 0,51; 95 %-KI: 0,26–0,99; p = 0,03.

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.