Makrozytische Peptide als Einsatzmittel gegen Alzheimer und Diabetes

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Alzheimer und Typ-2-Diabetes haben eines gemeinsam: Beide Krankheiten werden durch Eiweißablagerungen im Gehirn begünstigt. Gegen die Bildung dieser Amyloidplaques gibt es bislang noch kein wirksames Mittel. Doch Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) sind nun einem hoffnungsvollen Ansatz zur Hemmung oder Verhinderung der Plaquebildung auf der Spur: Sie konnten mittels Sequenzoptimierung makrozyklische Peptide (MCIPs) entwickeln, die sich im Laborversuch als hochwirksame neue Klasse von Amyloid-Inhibitoren erwiesen.

Die TUM hat bereits ein Patent auf die neu-entwickelten makrozyklischen Peptide (MCIPs)  angemeldet. Nach Aussagen des Forscherteams um Professorin Aphrodite Kapurniotu vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan handelt es sich um ein MCIP, das im menschlichen Blutplasma stabil ist und außerdem die menschliche Blut-Hirn-Schranke im Zellmodell überwinden kann – beides ausgesprochen wünschenswerte Eigenschaften für Alzheimerplaque-Hemmstoffe. Somit könnten die designten makrozyklischen Peptide eine gute Alternative zu den gegenwärtig  verfolgten Antikörper-basierten Ansätzen als Therapeutika gegen die Plaque-Bildung werden. Die Vorteile: MCIPs mit ihren vielversprechenden Eigenschaften sind leicht herstellbar und als Peptidwirkstoffe deutlich preiswerter als Antikörper.

Den positiven Laborversuchen sollen nun weitere Untersuchungen folgen, um zu überprüfen, ob die MCIPs auch in in-vivo Modellen wirksam sind. Dann könnten die MCIPs als Grundbestandteile  zur Entwicklung von Anti-Amyloidplaque-Therapeutika auf der Basis kleinmolekularer Peptidomimetika bei Alzheimer und Typ 2 Diabetes dienen.