Magenkarzinom: Zusätzliche präoperative Bestrahlung kann mehr schaden als nützen

  • Tian S & al.
  • Cancer
  • 18.09.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine zusätzliche präoperative Bestrahlung zur perioperativen Chemotherapie (POC) war bei Patienten mit resezierbarem Karzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) Stadium IB-IIIC mit einem schlechteren Überleben verbunden.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse lassen erkennen, dass POC (neoadjuvante und adjuvante Chemotherapie) die Standardbehandlung bleiben sollte, bei noch ausstehenden Ergebnissen der randomisierten Studien Neo-AEGIS und TOPGEAR.

Studiendesign

  • Retrospektive Propensity-Score-Matching (PSM)-Analyse von 1048 Patienten mit Adenokarzinom des Magens (30,9%) oder des GEJ (69,1%) im Stadium IB-IIIC, erhalten aus der National Cancer Database.
  • Finanzierung: Winship Cancer Institute of Emory University; NCI.

Wesentliche Ergebnisse

  • Alle Patienten erhielten POC; 46,8% erhielten außerdem eine präoperative Bestrahlung.
  • Durchschnittliches Follow-up war 25,8 Monate.
  • Der Zusatz einer Bestrahlung zur POC erreichte häufiger eine komplette pathologische Response (13,1% vs. 8,2%; p=0,039).
  • Die alleinige POC war mit einem besseren Überleben in nicht-gematchten Gruppen verbunden (HR 0,83; p=0,043).
  • In der PSM-Analyse war die alleinige POC mit einem 30% verringerten Mortalitätsrisiko verbunden (mittleres OS 45,1 vs. 31,4 Monate: HR=0,7; p=0,016).
    • 2-Jahres-OS: 72,9% vs. 62,5%.
    • 5-Jahres-OS: 40,7% vs. 33,1%.
  • In der Subgruppenanalyse erreichte der Überlebensvorteil durch POC beim PSM hinsichtlich Magenkarzinom (HR 0,41; p=0,07) und GEJ (HR 0,77; p=0,08) keine statistische Signifikanz.

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.