Magenkarzinom-Op bei viszeraler Adipositas: robotische oder laparoskopische Gastrektomie?

  • Hikage M & al.
  • Surg Endosc

  • Helga Gutz
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Magenkrebs im Frühstadium und viszeraler Adipositas ist die robotische Gastrektomie (RG) im Vergleich zur laparoskopischen Gastrektomie (LG) mit einer niedrigeren Inzidenz postoperativer Komplikationen und einem verbesserten Überleben verbunden.

Warum das wichtig ist

  • Die Magenkarzinom-Operation bei adipösen Patienten gilt als ein technisch anspruchsvolles Verfahren.

Studiendesign

  • Die retrospektive japanische Studie umfasste 1306 Patienten mit Magenkarzinom im klinischen Stadium I-II, die sich zwischen 2012 und 2020 einer minimal-invasiven Gastrektomie unterzogen.
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei den Patienten mit einem hohen Viszeralfettbereich (VFA) zeigte die RG-Gruppe gegenüber der LG-Gruppe niedrigere Inzidenzen aller Komplikationen (2,7% vs. 8,2%; P=0,019) und intraabdomineller infektiöser Komplikationen (2,0% vs. 6,6%; P=0,048).
  • Bei Patienten mit hohem VFA wurde die LG als unabhängiger Risikofaktor für Gesamtkomplikationen (OR 3,281; P=0,012) und intraabdominelle infektiöse Komplikationen (OR 3,462; P=0,021) identifiziert.
  • Das OS der Patienten mit hohem VFA war in der RG-Gruppe signifikant besser als in der LG-Gruppe (P=0,045).

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.
  • Zwischen der RG- und der LG-Gruppe waren die Unterschiede in der Erfahrung der Chirurgen erheblich.
  • Weniger als 2% der Patienten in der Studie hatten einen BMI von ≥30 kg/m2.