Magenkarzinom: Komorbider DM ist mit einem höheren Mortalitätsrisiko verbunden

  • Zheng J & al.
  • Br J Surg
  • 27.07.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Patienten mit Adenokarzinom des Magens haben ein erhöhtes Risiko für krebsspezifische Mortalität, wenn sie gleichzeitig Diabetes mellitus (DM) haben, insbesondere wenn keine anderen Komorbiditäten vorliegen oder wenn die Patienten einer Gastrektomie unterzogen wurden.

Warum das wichtig ist

  • Es war nicht bekannt, ob das erhöhte Mortalitätsrisiko bei Patienten mit Magenkarzinom plus Diabetes durch Diabetes-bedingte Komorbiditäten oder einen möglichen Effekt des Diabetes auf das Magenadenokarzinom bedingt war.

Studiendesign

  • 23.591 Patienten mit Adenokarzinom des Magens.
  • Finanzierung: Swedish Research Council und andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 11,9 % der Patienten hatten Diabetes.
  • Die bereinigte HR für die krebsspezifische Mortalität war bei Patienten mit Diabetes höher als bei Patienten ohne Diabetes (HR: 1,17; 95 %-KI: 1,11–1,22) und blieb nach Bereinigung um die Komorbidität höher (HR: 1,09; 95 %-KI: 1,04–1,15).
  • Ein erhöhtes krebsspezifisches Mortalitätsrisiko war bei Patienten ohne andere Komorbiditäten höher (HR: 1,23; 95 %-KI: 1,15–1,32), nicht jedoch bei Patienten mit anderen Komorbiditäten, ebenso bei Patienten mit Gastrektomie in der Vorgeschichte (HR: 1,27; 95  %-KI: 1,16–1,38), verglichen mit Patienten ohne diese Merkmale (HR: 1,04; 95 %-KI: 0,98–1,10).
  • Die Raten bei Patienten mit Nicht-Kardia-Magenkarzinom waren ähnlich der in der Gesamtgruppe mit Magenkarzinom.
  • Die HR für Mortalität innerhalb von 12 Monaten nach dem operativen Eingriff betrug 1,23 (95 %-KI: 1,10–1,38) für die Diabetesgruppe im Vergleich zu denen ohne Diabetes.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie einer rein schwedischen Kohorte.