Magenkarzinom: hoher BMI mit schlechterem RFS nach Gastrektomie verknüpft

  • Kambara Y & al.
  • World J Surg
  • 28.02.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein hoher Körpermassenindex (BMI) ist ein ungünstiger prognostischer Indikator für das rezidivfreie Überleben (RFS) bei Patienten, die sich einer R0-Gastrektomie wegen Magenkarzinom (GS) im Stadium II/III unterziehen.

Warum das wichtig ist

  • Die Inzidenz von Adipositas steigt weiterhin weltweit an.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung eines Zusammenhangs zwischen dem BMI und den Ergebnissen bei Patienten mit GS im Stadium II/III, die sich einer elektiven, offenen R0-Gastrektomie unterzogen.
  • Medianes Alter: 67,8 (Bereich: 31–88) Jahre.
  • Eine postoperative adjuvante Chemotherapie wurde gemäß den Behandlungsleitlinien für Magenkarzinom in Japan verabreicht.
  • Die Patienten wurden nach BMI stratifiziert:
    • 2: n = 64.
    • 18,5–25 kg/m2: n = 320.
    • ≥ 25 kg/m2: n = 76.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 5-jähriges RFS nach BMI:
    • 2: 47,6 %.
    • 18,5–25 kg/m2: 54,3 %.
    • ≥ 25 kg/m2: 40,1 %
  • Bei Patienten mit einem BMI von ≥ 25,0 kg/m2 vs. Patienten mit einem BMI von 2, betrug die HR für ein Rezidiv 1,42 (95 %-KI: 1,0–2,02; p = 0,0423).
  • Schlechtere Überlebenschancen für Patienten mit einem BMI von > 25,0 kg/m2 vs. 2 (p = 0,076).
  • Ein BMI von > 25,0 kg/m2 war assoziiert mit:
    • längerer Operationsdauer (p = 0,0610),
    • höherem Blutverlust (p = 0,0003) und
    • weniger ausgeräumten Lymphknoten (p = 0,1894).
  • Patienten mit einem BMI von > 25,0 kg/m2 erlitten mit höherer Wahrscheinlichkeit postoperative Komplikationen, Infektionen an der Operationsstelle und intraabdominelle Abszesse.

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.